Montag, 17. Juli 2017

NaNoWriMo ~ Fazit 1 von 2

Die erste Monatshälte des NaNoWriMo ist nun um und ich versuche ein erstes Fazit zu ziehen.
Der NaNo fing genauso an wie der vorige. Ich hatte zwar ein Projekt, an dem ich schreiben wollte, doch leider mangelte es mir an interessanten Ideen. Obwohl ich diesmal durchaus einen kurzen Band (nicht mehr als 200 Seiten) über das Thema Rache im Wilden Westen schreiben wollte, fehlte mir dazu so einiges. Nur alle Ideen, die mir kamen wirkten auf mich wie der billige Abklatsch anderer Bücher/Filme und die Protagonistin kam mir sehr austauschbar vor. Also habe ich weiter überlegt und kam tatsächlich auf einige interessante Ideen und so begann ich zu schreiben und erreichte leider sofort die nächste Hürde. Der Anfang meiner Geschichte war extrem langweilig und ich wusste einfach nicht wie ich sie aufpeppen könnte, bzw. was ich tun konnte, um die ganze Sache so richtig ins Rollen zu bringen, damit der eigentliche Teil meiner Handlung in Fahrt kommt, denn da ab da weiß ich wie ich die Geschichte schreiben will.
Da es mit dem Schreiben dann eher holprig voranging, verlor ich teilweise auch das Interesse an meiner Geschichte. Zum Anderen lag das mitunter daran, dass ich zu dem Zeitpunkt auch noch ein neues Projekt ins Auge gefasst hatte, allerdings keine konkrete Idee, denn ich wusste nur, dass ich etwas in Richtung Urban Fantasy schreiben wollte und das war es dann auch. Also beließ ich es dabei.
Nach einem Wochenende, an dem ich dann mit meinem Schatz Until Dawn gezockt habe, war ich so Feuer und Flamme, dass ich etwas Ahnliches schreiben wollte und nach einiger Recherche kamen mir sogar ein paar gute Einfälle bzw. Elemente in den Sinn, die ich in einer neuen Geschichte, die aber wahrscheinlich länger als 200 Seiten wird, untergebracht habe. Die erste Szene ist auch schon mehr oder weniger geschrieben worden, aber wie ich feststellen musste, brauche ich für das aktuelle Projekt doch etwas mehr Zeit für die Ausarbeitung der Handlung, da ich hier drei verschiedene Zeitstränge habe und mit so einem System bisher noch nicht wirklich in meinen bisherigen Geschichten zu tun hatte.
Mit dem täglichen Schreiben funktioniert es also durch die Projektwechsel im Moment auch nicht regelmäßig. Zudem fehlt mir auch so ein wenig der Schreibflow, um überhaupt in die Gänge zu kommen. Ich habe ja vorher nie allzu viel geplottet, weil die Geschichten während des Schreibprozesses im Kopf Gestalt angenommen haben, aber im Moment funktioniert nicht einmal das so richtig bei mir.
Vielleicht muss ich im Moment auch anfangen meine Projekte komplett von Anfang bis Ende durchzuplotten, um mehr Erfolg beim Schreiben an sich zu bekommen, denn anders dümpelt es derzeit nur mehr schlecht als recht vor sich hin.
Der halbe Monat ist also um und ich habe kaum etwas vom anvisierten Schreibziel geschafft. Ich habe mir zwar gedacht: okay, ein halber Monat reicht auch um zu schreiben, gib noch mal alles - ob ich das allerdings schaffe steht in den Sternen. Denn im Moment schaffe ich nicht einmal 500 Wörter am Tag, wie soll ich dann ca. 3.333 Wörter schaffen, um doch noch die 50.000 zu erreichen, bzw. selbst wenn ich das Ziel jetzt noch um die Hälfte oder noch weniger senke, bin ich mir nicht sicher, ob ich das Ziel mit einer meiner Geschichten tatsächlich noch, in der Zeit, die mir verbleibt, schaffe.

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