Freitag, 7. April 2017

Rezension: Damals in Nagasaki von Kazuo Ishiguro

Infos zum Buch:

Originaltitel: A Pale View of Hills
Autor: Kazuo Ishiguro
Seiten: 224
Preis: 9,99 € / Ebook: 8,99 €

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Beschreibung:

Nagasaki, Anfang der Fünfzigerjahre: Die Zerstörungen des Krieges sind der Stadt immer noch anzusehen, doch zwischen den Ruinen entstehen bereits neue, moderne Hochhäuser. In einem von diesen lebt Etsuko, zusammen mit ihrem Mann Jiro. Während dieser verbittert versucht Karriere zu machen, kümmert sich Etsuko um den Haushalt. Unterhaltung hat sie wenig, oft steht sie am Fenster und beobachtet, wie sich die Welt um sie herum verändert. Eines Tages zieht eine Frau in die Holzhütte unten am Fluss ein, zusammen mit ihrer kleinen Tochter. Etsuko freundet sich mit den beiden an und muss bald feststellen, wie ihre Nachbarin über ihrem Traum vom Glück mit einem amerikanischen Soldaten mehr und mehr ihr Kind vergisst. (Quelle: Randomhouse)

Meine Meinung:

Die Geschichte hat einen eher ruhigen melancholischen Grundton. Die Handlung liest sich sehr gut und die beiden Frauen könnten nicht unterschiedlicher sein. Während Sachiko den großen amerikanischen Traum hegt und alles daran setzt ihn zu verwirklichen, lebt Etsuko ihr bescheidenes Leben und wartet auf die Geburt ihres ersten Kindes. Die Geschichte wechselt immer mal wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her. Das gefiel mir sehr gut, doch es war schwierig Etsuko's Verhalten manchmal nachzuvollziehen. Sachiko wirkte auf mich sehr sprunghaft. Ihre Tochter Mariko ist oftmals misstrauisch und kommt erst nach und nach aus sich heraus. An und für sich hatte ich beim Lesen aber keine Lieblingsfigur, wie ich feststellen musste.
Der Schreibstil von Kazuo Ishiguro lässt sich gut lesen und auch die vornehm gewählte Ausdrucksweise passt sehr gut zur Handlung und der damaligen Zeit.
Das dezente Cover passt prima zur Geschichte und auch wenn es nicht allzu sehr von anderen Buchcovern hervorsticht finde ich das schlichte Design dennoch sehr schön.

Fazit:
 
Alles in allem erzählt der Autor hier eine ernste Geschichte mit dunkleren Untertönen, schafft es jedoch innerhalb der 224 Seiten eine sehr dichte und in sich geschlossene Story zu erzählen. 

Bewertung:

 

Zum Autor:

Kazuo Ishiguro, 1954 in Nagasaki geboren, kam 1960 nach London, wo er Englisch und Philosophie studierte. 1989 erhielt er für seinen Weltbestseller »Was vom Tage übrigblieb«, der von James Ivory verfilmt wurde, den Booker Prize. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 28 Sprachen übersetzt. Sein Roman »Alles, was wir geben mussten« (Blessing, 2005) wurde mit Keira Knightley in der Hauptrolle verfilmt. Der Autor lebt in London.

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