Freitag, 29. Januar 2016

Nachtrag: Montagsfrage: Wie geht ihr mit den allseits präsenten Liebesgeschichten um?

Ich selbst bin eigentlich nicht sonderlich romantisch veranlagt, mag aber dennoch ganz gern Romantik, vor allem in Filmen, wenn es gut umgesetzt wird. Bei Büchern ist es oftmals eher nicht so mein Fall. Mit reinen Liebesgeschichten, Jugendbuch-Lovestories, Romantasy, Paranormal Romance, Erotik usw. tue ich mich extrem schwer.
Was das angeht gefallen mir die altmodischen züchtigen Liebesgeschichten (u.a. Jane Austen...) meistens besser als was man so aus dem täglichen Leben präsentiert bekommt. Was auch noch geht sind Liebesgeschichten unter älteren Paaren, weil die meistens sogar ziemlich witzig zu lesen sind, wenn man so mitbekommt wie abgebrüht ein älteres Ehepaar miteinander umgeht.
Für erotische Bücher kann ich mich absolut nicht begeistern mit Ausnahme von GayRomance. Das ist das einzige was mich fasziniert (Wen nicht? Zwei hübsche Kerle im Bett. lol). Aber bei Heteropairings gehen mir solche Texte extrem schnell auf die Nerven und in Erotik-Romanen überblättere ich solche Stellen für üblich. Das liegt einfach auch an den weiblichen Parts, die mich dann stören. Am schlimmsten sind die, die praktisch noch Jungfrau sind und im Bett abgehen als hätten sie schon mit zig Männern geschlafen. Und wenn die Beschreibungen des weiblichen Körpers mehr im Mittelpunkt stehen als die des Männlichen finde ich als Frau so was auch extrem langweilig.
Es liegt aber auch oft an den Figuren, dass mich die Liebesgeschichten nicht wirklich fesseln können. In den meisten Fällen gehen mir die Protagonistinnen total auf die Nerven, besonders wenn dann auch noch Eifersuchtstouren anstehen und vor allem ihre Gedankengänge finde ich oftmals ziemlich blöd (bleibt mir in Filmen zum Glück erspart lol).
Wahrscheinlich findet man deswegen in meinem Bücherregal auch nicht so viele Lovestories, weil es mich stört, dass heutzutage in wirklich beinahe jedem Buch eine Liebesgeschichte vorkommt. Ich mags lieber, wenn die nicht sonderlich im Vordergrund stehen und eher eine unwichtige Nebenrolle einnehmen. Es gibt einfach Genre in denen ich auch gerne mal einfach nur eine spannende Handlung erleben möchte, ohne dass die Frauen blaue Augen anhimmeln oder mit irgendwelchen anderen Kerlen im Bett landen und sich ewig nicht zwischen zwei Typen entscheiden können. Ich hatte in letzter Zeit zum Beispiel einige Krimis in denen die Liebesgeschichte mehr Raum einnimmt als der Krimi selbst und so etwas finde ich ziemlich sinnlos, da das Buch letztendlich kaum noch als Krimi zu bezeichnen ist. Und bei einigen Autoren ist es auch so, dass die Romantik im Buch viel zu überstürzt abgehandelt wird, so dass man als Leser/in kaum noch folgen kann und die Logik auf der Strecke bleibt.
Ich glaube eine Ausnahme bilden noch Romane von Nicholas Sparks. Der Mann kann mich wirklich für jede seiner Lovestories begeistern. Er hat einfach ein Talent dafür gute Liebesgeschichten zu schreiben. Und ja, als Mann! Respekt!

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