Freitag, 11. Dezember 2015

Rezension: Lucky in Love von Anja Fröhlich


Infos zum Buch:

Originaltitel
Verlag: Pink Imprint von Oetinger
Autorin: Anja Fröhlich
Seiten: 172
Preis: 9,99 € | Ebook: 6,99 €

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Beschreibung:

Film ab?! Früher war Lucky ein richtiger Kinderstar, doch jetzt ist sie fünfzehn und leider so was von raus! Aber das könnte sich bald ändern: Denn Lucky ist zum Casting von Eintagsliebe eingeladen, dem aktuellen Kinofilm ihres Lieblingsregisseurs. Jetzt muss nur noch ein neuer Coach her! Ihren alten Schauspiellehrer mit der weißen Guru-Hose hat sie in die Wüste geschickt. Doch dass der neue Coach ausgerechnet ihr von Liebeskummer-Attacken gepeinigter Mitschüler Jago ist, macht die Sache nicht einfacher – aber spannender … (Quelle: Oetinger)

Meine Meinung:

Ich hatte das Buch auf meiner Wunschliste und habe mich sehr gefreut, dass ich bei der Leserunde dabei sein durfte. Lucky in Love ist eine humorvolle, schräge Liebesgeschichte. Protagonistin Lucky ist ein wenig vorlaut, zeigt wenig Respekt und denkt anfangs, alles dreht sich um sie. Dass sie sich nicht alles erlauben kann, lernt sie im Verlauf der Geschichte. Ihre Mutter versucht sie nach einem Tief wieder ins Filmbusiness zu integrieren hat die Rechnung allerdings ohne ihre Tochter gemacht, die sich damit schwer tut. Ihr Mitschüler aus dem Schauspielkurs Jago ist das komplette Gegenteil von Lucky. Er leidet unter Liebeskummer und lässt das zu jeder Gelegenheit demonstrativ heraushängen. Ich fand es lustig, dass Lucky am Anfang herzlich wenig mit diesem sensiblen, merkwürdigen, teilweise theatralischen Jungen anfangen konnte, der sie auch noch für einen Film coachen soll. Dieses Pairing fand ich wirklich klasse, denn die Figuren sind nicht so langweilig stereotyp wie man sie sonst so in Liebesromanen erlebt. Beide Figuren sind sehr vielschichtig gestaltet und stechen eben auch durch ihren Charakter hervor. Die Liebesgeschichte hat mir gefallen. Sie ist gut auf die Figuren zugeschnitten und nicht kitschig romantisch, sondern sehr angenehm zu lesen ohne, dass die Protagonistin den Jungen an ihrer Seite ständig anhimmelt. Man hat gemerkt, dass es für Lucky auch andere Dinge im Leben gibt als Jago. Beide Figuren ergänzen sich hervorragend und ich konnte mich prima mit ihnen identifizieren.
Auch die Nebenfiguren sind auf ihre Art und Weise genauso schräg wie die Hauptfiguren und gut ausgearbeitet.
Die Handlung gefiel mir ebenfalls. Ich finde das Thema um Kinderstars interessant und die Autorin hat es meiner Meinung nach gekonnt umgesetzt, auch wenn sie nicht allzu sehr auf die guten und schlechten Seiten des Filmbusiness und Kinderstars allgemein eingegangen ist. Dennoch hat man anhand von Luckys Geschichte durchaus einen Einblick erhalten wie das Leben nach dem großen Erfolg aussehen könnte. Aus welchen Gründen Lucky wieder in Filmen mitspielen soll, welche Rolle ihre Mutter dabei spielt und wie Lucky das alles aufnimmt.
Das Ende hat mir gefallen, auch wenn einiges davon vorauszuahnen war. Es gibt ein schönes Happy End und noch so einige spannende Szenen innerhalb der Geschichte, sowie einem Familiengeheimnis.
Alles in allem hat mir das Buch sehr gefallen. Luckys sarkastische Kommentare und all die Vergleiche und Metaphern fand ich witzig und das Buch liest sich sehr flüssig und auch die Handlung fand ich stimmig.

Fazit:

Eine humorvolle Liebesgeschichte mit schrägen Hauptfiguren, die unterhaltsam bleibt und mit interessanten Themen aufwartet. Ein Blick hinein lohnt sich auf alle Fälle.

Bewertung:


Zur Autorin:

Anja Fröhlich, geboren 1964, verbrachte ihre Kindheit zur Hälfte im sonnigen Rom und zur anderen Hälfte im kalten Sauerland. Nach dem Abitur studierte sie Filmwissenschaft, Kunstgeschichte und Psychologie in Köln. Sie ließ sich als Filmredakteurin und Werbetexterin anstellen, bis ihr Sohn Leon sie mit seiner Geburt 1995 aus allen festen Verhältnissen befreite. Seitdem arbeitet Anja Fröhlich als freie Texterin, Journalistin und Autorin. 2001 erschien ihr erster Roman. (Quelle: Oetinger)

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