Freitag, 11. Dezember 2015

Rezension: Die Schmetterlingsfängerin von Margarita Kinstner


Infos zum Buch:

Originaltitel
Verlag: Hanser Literaturverlage
Autorin: Margarita Kinstner
Seiten: 288
Preis: 19,90 € | Ebook: 15,99 €

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Beschreibung:

Die schwangere Katja wird in wenigen Wochen zu ihrem Freund Danijel nach Sarajevo ziehen. Die Zeit vor der Abreise nutzt sie, um ein letztes Mal das Tal ihrer Kindheit zu besuchen. Dort stößt Katja auf die alten Geschichten: Wieso ist ihr Urgroßvater damals von Bosnien nach Österreich ausgewandert? Und weshalb sind drei seiner Kinder nach Kanada gegangen? Was wäre gewesen, wenn Großmutter einst den Mut gehabt hätte, ihrer großen Liebe in die Schweiz zu folgen? Und was bedeutet das, Heimat? Eine Liebesgeschichte aus dem Herzen von Mitteleuropa über das Bleiben und Fortgehen und über den Mut, ein neues Leben anzufangen. (Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Der Gesamteindruck des Buches gefiel mir, wobei ich denke, dass die Geschichte nicht unbedingt etwas für jeden Leser ist. Die Autorin hat Katja in den Mittelpunkt der Handlung gestellt, die zurück in ihre Heimat reist. An den Ort an dem sie ihre Kindheit, die schönsten Momente ihres Lebens verbracht hat und sich an die damalige Zeit inbesondere an ihre Familie zurückerinnert. Das Hauptaugenmerk der Handlung handelt tatsächlich von den Erinnerungen ihrer Kindheit und dem ihrer Eltern und Verwandtschaft, die man hier sehr genau kennenlernt, ebenso ihre dunklen Geheimnisse und ihre Verbindung untereinander.
Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil und die Geschichte durchaus so gelungen aufgebaut, dass ich trotz einiger Unterbrechungen immer mal wieder ein kleines Stück weitergelesen habe. Allerdings erfordert die Story auch Konzentration damit man den Überblick behält. In den Szenen mit Katja passiert relativ wenig, außer das sie Zeit mit ihren Liebsten verbringt und sich Gedanken um ihr Kind und das bevorstehende Leben in Sarajevo macht.
Auf ihem Selbstfindungstrip geht es Katja auch um die Frage was Heimat bedeutet. Ist es da wo die Familie ist? Der Ort an dem man am liebsten seine Zeit verbracht hat oder etwas ganz Anderes?
Gelungen und feinfühlig hat Margarita Kinstner das Thema umgesetzt und spricht hier vor allem Leser an, die eher ruhige Geschichten bevorzugen, die zum Nachdenken anregen.

Fazit:
 
Wer Biografien mag könnte bei diesem Buch ebenfalls auf seine Kosten kommen. Natürlich ist es keine richtige Biografie, aber vom Stil her kommt es dem schon recht nahe. Für andere Leser könnte es eventuell schon wieder etwas zu langweilig sein, eben weil nicht wirklich viel passiert. Am besten mal in die Leseprobe reinlesen und selbst entscheiden.

Bewertung:


Zur Autorin:

Margarita Kinstner, geboren 1976 in Wien, hat bisher in Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Mittelstadtrauschen ist ihr erster Roman. Im Herbst 2015 ist der Roman Die Schmetterlingsfängerin erschienen. (Quelle: Hanser Literaturverlage)

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