Freitag, 30. Oktober 2015

Rezension: Totenbleich von Michael Katz Krefeld


Infos zum Buch:

Ein Fall für Ravn 1
Originaltitel: Afsporet
Verlag: Goldmann
Autor: Michael Katz Krefeld
Seiten: 416
Preis: 9,99 € | Ebook: 8,99 €

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auf englisch ein kleiner Einblick in Ravns 2. Fall
dieses Jahr erschien bereits der 3. Band Sekten

Beschreibung:

Der Kopenhagener Detective Ravn ist vom Dienst suspendiert, seit er nach der Ermordung seiner Freundin Eva einen Zusammenbruch erlitt. Voller Selbstvorwürfe lebt Ravn nun auf einem alten Boot im Christianshavn-Kanal und ertränkt seinen Kummer im Alkohol. Erst als ihn ein Freund bittet, eine junge Frau zu suchen, die vor Jahren spurlos verschwand, kehrt Ravn durch die Ermittlungen langsam ins Leben zurück. Diese führen ihn von der Unterwelt Kopenhagens ins dunkelste Rotlichtmilieu Stockholms, wo mehrere tote Prostituierte gefunden wurden – kunstvoll präpariert und weiß bemalt … (Quelle: Goldmann)

Meine Meinung:

Mal wieder eine Krimi-Buchreihe, die mich besonders neugierig gemacht hat und ich bin nicht enttäuscht worden. Normalerweise lese ich nicht so gerne Geschichten, die in Richtung Prostitution gehen, aber diese hier konnte mich wirklich fesseln. Das Cover passt hervorragend zum Thema und auch wenn die Geschichte ein wenig gebraucht hat um richtig in die Gänge zu kommen hat mich die Handlung von Anfang bis Ende hervorragend unterhalten.
Der dänische Ermittler Thomas Ravensholdt, kurz Ravn, ist anfangs alles andere als ein strahlender Held und es fällt schon ein wenig schwer ihn zu mögen, auch wenn sein Verhalten vermutlich nach einem Verlust auf gewisse Weise verständlich ist, dennoch würde man ihm manchmal schon gerne ein paar kräftige Ohrfeigen verpassen damit er sich endlich mal aufrafft. Erst im Laufe der Handlung entwickelt er Interesse am Fall und ehe man es sich versieht befindet Ravn sich mittendrin im Geschehen und macht Schweden unsicher. Der unterschwellige, dreiste Humor von Ravn hat mir gefallen und die ernste Grundstimmung an den passenden Stellen aufgelockert, auch wenn es manchmal etwas brenzlig wurde.
Die Nebenfiguren waren gut auseinander zu halten und ebenfalls interessant, da sie auf ihre Art ein wenig hervorstachen. In den Vordergrund gerückt wurden hier vor allem der kleine Erik und die Prostituierte Masja, die beide eine größere Rolle im ersten Fall von Ravn einnehmen.
Themen die hier behandelt werden sind in erster Linie Prostitution/Menschenhandel und das Präparieren von Tieren. Beides hat der Autor eingehend geschildert, so dass nichts zu kurz kam und man sich ein gutes Bild von der Szene im Milieu und der Taxidermie, dem Haltbarmachen/Ausstopfen von Tierkörpern machen kann.
Mit wechselnden Szenen zwischen Erik, Masja und Ravn gab es genug Abwechslung, deren Handlungsstränge sich erst gegen Ende des Buches schließlich miteinander verbunden haben und da die Kapitel auch recht kurz waren, ließ sich die Geschichte sehr schnell und flüssig lesen.
Auf die Beschreibung des Settings wurde ebenfalls eingegangen. Es wurden viele Orte genannt, die ich nun nicht kannte, aber man hat sich dennoch ein einigermaßen gutes Bild von den Schauplätzen machen können an denen sich die Figuren aufgehalten haben.
Das Ende hat mir gefallen. Es gab einige spannende Situationen, die Ravn ohne große Schießereien bewältigen musste, allein mit Verstand und Geschick, so dass es mal eine willkommene Abwechslung beim Lesen war. Leider war es nur eben nichts Neues. Gerade Krimi-Vielleser dürfte das Ende an sich nicht sonderlich aus den Socken hauen, da man es in der einen oder anderen Art und Weise sicher schon mal gelesen hat.
Trotzdem finde ich war es ein guter Serienauftakt, der zwar ein kleines bisschen schwächelt, was aber zu verschmerzen ist.

Fazit:

Ein spannender erster Fall von Ravn, der mitreißt und unterhält. Ein gut durchdachter Krimi mit einem Ermittler, der einem erst im Verlauf der Handlung nach und nach etwas sympathischer wird und Themen, die gut kombiniert worden sind. Für Fans nordischer Krimis wahrscheinlich ohnehin ein Muss.

Bewertung:


Zum Autor:

Michael Katz Krefeld, 1966 geboren, wohnt in Kopenhagen und Berlin. Er arbeitet als Creative Producer bei einer TV-Gesellschaft. Daneben schreibt er Drehbücher für namhafte dänische Fernsehserien. Sein erster Roman „Die Anatomie des Todes“ wurde in Dänemark als „Bestes Krimidebüt“ ausgezeichnet. (Quelle: Goldmann)

Kommentare:

  1. Das hört sich interessant an! Nur...noch eine Reihe beginnen? Naja, es dauert ja doch immer länger bis zum nächsten Band und so hüpft der krimi gleich mal auf meine Wunschliste =)
    Liebe Grüße
    Martina
    http://martinasbuchwelten.blogspot.co.at/

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    1. Ja, das ist auch immer mein liebes Problem. Gefühlt gibt es zig Buchreihen und ich habe auch so schrecklich viele angefangene. Da kommt man kaum hinterher die zu beenden. Ehe man es sich versieht kommen ein Haufen neue dazu. lol
      Totenbleich kam ja gerade erst dieses Jahr raus. Bis Band 2 erscheint vergeht sicher noch gut ein Jahr. =)

      Liebe Grüße,
      Sandra

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