Sonntag, 11. Oktober 2015

Rezension: Frieda und James Bond von Reinhilde Feichter


Infos zum Buch:

Originaltitel
Verlag: Edition Raetia
Autorin: Reinhilde Feichter
Seiten: 117
Preis: 17,90 € | Ebooks: 9,99 €

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Beschreibung:

Sind wir nicht alle ein bisschen Frieda?
Die dreizehnjährige Emeli wächst umgeben von frommen, bescheidenen und sich aufopfernden Frauen auf, allen voran Großtante Frieda. Doch trotz starrer Normen und religiöser Zwänge findet Ende der Sechzigerjahre auch in Südtirol ein Wandel statt - und Emeli ist mittendrin. Im neu gekauften Fernseher sagt James Bond „Bescheidenheit ist die höchste Form von Eitelkeit", und Emeli beginnt mit Bond als Verbündetem ihren Kampf gegen die Friedas dieser Welt, aber vor allem gegen die Frieda in sich selbst.
Zuerst per Autostopp, dann mit dem eigenen Fiat 500, zuerst ein kurzer Trip in die Großstadt München, dann mit dem Flieger nach Tunesien - die Welt ist aufregend, wenn man den Mut hat, sie zu erobern! (Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Wer hat nicht schon versucht sich ein wenig zu entfriedeln und ganz wie James Bond Probleme direkt anzugehen? Emeli hat in diesem Buch immer wieder mit Konflikten zu kämpfen und muss sich jedes Mal entscheiden ob sie der inneren Frieda nachgibt oder es eher so tun würde wie James Bond.
Mit vielen Ereignissen in ihrem Leben erlebt man als Leser wie die sympathische Protagonistin Emeli, eine wahre Frohnatur, durchs Leben geht und immer wieder ein kleines Stück über sich und ihre innere Frieda hinauswächst.
Die Autorin hat einen herrlichen Humor. Ich habe mich bisweilen sehr gut unterhalten lassen und es gab durchaus einige Szenen bei denen ich herzhaft lachen musste.
Die Kapitel sind allesamt ziemlich kurz, animieren somit zum Weiterlesen und trotz der 117 Seiten kam mir das Buch gar nicht so kurz vor. Ich habe jedes Kapitel genossen und finde es ist auch ein toller Coming of Age-Roman über ein duckmäuserisches Mädchen, dass zur mutigen Frau heranwächst, die der tadelnden Frieda den Kampf ansagt.
Sehr schön beschrieben wurden auch die Unterschiede zwischen Dorf- und Stadtleben zwischen denen Emeli immer mal wieder hin- und hertingelt. Das hat mir gefallen.
Unterhaltsam waren auch diverse Themen die man ja aus dem eigenen Leben nur zu gut kennt: Partnersuche, Jobsuche, Familienverhältnisse, usw.

Fazit:

Das Buch bietet kurzweilige Unterhaltung für jung und alt. Der Humor ist in diesem Kurzroman sehr angenehm zu lesen und es gibt schöne aus dem Leben gegriffene Erlebnisse, die man beim Aufwachsen der Protagonistin durchlebt. Das Büchlein kann man auch prima überall in Bus/Bahn oder in Wartezimmern lesen.

Bewertung:


Zur Autorin:

Geboren in Bruneck. Besuch der Lehrerbildungsanstalt in Meran. 1995 erschien ihr erstes Buch „Die Litanei. Erzählung“ bei Edition Raetia, das eine zweite Auflage erlebte und mit dem Literaturpreis der Städte Brixen/Hall sowie dem Literaturstipendium des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst ausgezeichnet wurde. (Quelle: Raetia)

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