Donnerstag, 15. Oktober 2015

Rezension: December Park von Ronald Malfi


Infos zum Buch:

Originaltitel
Verlag: Luzifer
Autor: Ronald Malfi
Seiten: 500
Preis: 16,99 | Ebook: 7,99 €

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Hinweis:
Cradle Lake (erscheint: 1. Dez. 2015)


Beschreibung:

Im Herbst 1993 wird das beschauliche Städtchen Harting Farms in Maryland vom Verschwinden mehrerer Kinder erschüttert. Zunächst denken die Bewohner noch an Ausreißer - bis in dem großen, gespenstischen, umwaldeten December Park die erste Leiche eines Mädchens gefunden wird. Die Zeitungen sprechen vom Entführer als Piper - als Rattenfänger, wie in der Sage der Brüder Grimm -, weil er gekommen ist, um die Kinder wegzulocken. Doch in den Schulgängen flüstern die Kinder noch viel düsterere Namen.
Angelo Mazzone und seine Freunde entdecken eine Verbindung zu dem toten Mädchen und nehmen die Verfolgung des Mörders auf. Die fünf Jugendlichen schwören sich, der Schreckensherrschaft des Pipers ein Ende zu setzen. Doch was als mutiges Versprechen beginnt, entpuppt sich nicht nur als Odyssee in die Düsternis ihrer Heimatstadt und ihrer Bewohner, sondern auch als Selbsterfahrungstrip. In der Dämmerung ist auf den Straßen von Harting Farms jeder verdächtig, und jeder der Jungs könnte das nächste Opfer des Pipers sein. (Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Wow! Nach langer Zeit war December Park mal wieder ein Buch, dass mich vollkommen für sich begeistert hat und definitiv eines meiner Lesehighlights 2015 ist. Für mich gehört December Park auf jeden Fall zu den wenigen Büchern, die ich tatsächlich öfter mal lesen würde.
Das Cover ist schön schaurig anzusehen und auch die Handlung hat sich sehr interessant und spannend für mich gelesen. Auch der Schreibstil von Ronald Malfi ist angenehm und flüssig zu lesen. Ich habe bei den ersten Kapiteln jedoch ein klein wenig gebraucht um mich an die Länge der Kapitel zu gewöhnen, auch weil die Geschichte erst so nach und nach ins Rollen kam und der Anfang eher gemächlich begann was ja typisch für einen Coming-of-Age-Roman ist.
Sehr gut hat mir die Figurenkonstellation gefallen. Angelo und seine Freunde haben mich von Anfang an begeistert und ich finde es toll wie dynamisch es in der Gruppe zugeht, auch wenn Angie und Peter sich etwas näher stehen als die anderen. Auch innerhalb von Angies Familie merkt man schnell beim Lesen, dass über der Familie ein dunkler Schatten schwebt. Besonders fasziniert hat mich hier die Beziehung zwischen Vater und Sohn, die sich im Verlauf der Handlung zunehmend ändert. Mit Adrians Ankunft in Harting Farms, den Sonderling ohnegleichen, beginnt dann erst richtig die Handlung. Es wird zunehmend spannender, es gibt gruselig-schaurige Momente und immer wieder fragt man sich unwillkürlich welches Kind als nächstes verschwinden wird und wer denn nun der Piper überhaupt ist. Ein richtiger Ratekrimi ist es nicht, so dass erst gegen Ende einige Figuren näher in den Fokus rücken, die verdächtig erscheinen. Das Ende kam dennoch überraschend und war spannend zu lesen.
Was ich an den Jungs toll finde ist wie sie untereinander umgegangen sind, ihre Späße getrieben haben und immer füreinander da waren. Es sind ganz normale Jungs, die die Gegend unsicher machen, sich von der breiten Masse abgrenzen, ihre Erzfeinde haben und Abenteuer erleben wollen.
Sehr schön fand ich die einzelnen Abschnitte im Buch, so dass man die Jungs von einem Sommer zum nächsten etwa ein Jahr lang begleiten konnte und beim Lesen auch gemerkt hat wie sie sich durch die Unruhen durch den Piper entwickeln, Ängste zutage treten und es immer mal wieder Momente gibt, die neue Fragen aufwerfen.
Das Setting hat mir unglaublich gut gefallen. Der Autor ist sehr ausführlich auf die Landschaft, Straßen, Wälder usw. eingegangen, so dass ich mir ein sehr gutes Bild von der Umgebung machen konnte.
Besonders schön fand ich auch die kleinen Dinge, die in der Geschichte erwähnung fanden. Dinge, die man selbst aus der eigenen Kindheit kennt oder getan hat. Ich fand es toll wie der Autor eben auf diese Kleinigkeiten eingegangen ist, zum Beispiel Angies Faszination für Schreibmaschinen, und die im Buch sehr gut zur Stimmung der 90er Jahre beigetragen haben.
Das Ende fand ich sehr emotional und ich musste hin und wieder ein paar Tränchen wegblinzeln. Der Autor hat gerade mit den vielen kurzen Sequenzen ein ansprechendes und rührendes Ende kreiert, das mir besonders gut gefallen hat.

Fazit:

Wer Krimis/Thriller mag sollte hier auf jeden Fall mal reinlesen. Ich denke auch gerade Fans von Die drei ??? könnten hier voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Das Buch ist gleichermaßen für Jugendliche und Erwachsene Leser geeignet und verbindet Spannung mit Abenteuer in einer Kleinstadt.

Bewertung:


Zum Autor:

Ronald Malfi ist der preisgekrönte Autor mehrerer Horrorromane, Krimis und Thriller. Im Jahr 2009 gewann sein Kriminaldrama Shamrock Alley einen Silver IPPY Award. Sein Schauerkrimi Die Treppe im See wurde 2011 von der Horror Writers Association als bester Roman nominiert und das Buch wurde mit dem Gold IPPY Award für den besten Horrorschocker ausgezeichnet. Malfi, Ronald Webbild
Sein Thriller December Park gewann 2015 den Berverly Hills international Book Award - Kategorie Suspense (Spannungsliteratur).
Malfis düstere Literatur hat besonders wegen seines fesselnden Schreibstils und seiner einprägsamen Charaktere Anklang unter Lesern aller Genres gefunden. Zurzeit wohnt er mit seiner Frau und seiner Tochter in der Chesapeake Bay, wo er bereits an seinem nächsten Buch schreibt. (Quelle: Luzifer-Verlag)

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