Dienstag, 27. Oktober 2015

Rezension: Das Lächeln des Panthers von Johannes Groschupf


Infos zum Buch:

Originaltitel
Verlag: Oetinger
Autor: Johannes Groschupf
Seiten: 224
Preis: 12,99 € | Ebook: 11,99 €

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Beschreibung:

Ein altes Hotel in Berlin, mysteriöse Gäste und eine große, schwarze Katze – Katinka und Finley haben das Gefühl, dass ihr Hotel ein Geheimnis birgt. Hat der eigenartige Skripnik etwas damit zu tun, der das Gemälde 'Das Lächeln des Panthers' so genau mustert? Je weiter Katinka der spektakulären Geschichte des Hotels auf die Spur kommt, desto mehr erfährt sie auch über ihre eigene Vergangenheit – und entdeckt dabei Unglaubliches … Berliner Flair, ein Panther und ein verborgener Kunstschatz – der neue spannende und äußerst atmosphärische Roman von Johannes Groschupf. (Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Das Cover hat mich sofort angesprochen und alles in allem hat mich die Story soweit gut unterhalten können. Man lernt die Protagonistin anfangs in einem Internat kennen, später spielt die Story jedoch hauptsächlich im Hotel Marabu. Hier erlebt man direkt wie Katinka aufblüht und sich heimisch fühlt, die Arbeit mit den Gästen liegt ihr und auch später meistert sie schwierige Situationen sehr gut auf ihre Art.
Katinka ist eine recht sympathische Figur, wirkt in einigen Situationen wie ein Teenie, die meiste Zeit hat sie aber doch ein kleines bisschen älter gewirkt als sie eigentlich ist, viel erwachsener was zwar auch die Situation erfordert hat, jedoch nicht unbedingt mein Fall ist, aber hin und wieder hat Katinka doch mal Schwäche gezeigt was widerum die Figur realistischer wirken ließ. Dennoch blieb ich leider etwas auf Distanz bei ihr.
Die Familienverhältnisse hat der Autor interessant eingefädelt und auch nachvollziehbar dargestellt.
Mittelpunkt der Geschichte war nicht nur das Hotel, das ebenfalls mit so einigen Problemen daherkommt, sondern auch noch ein Geheimnis, welches sich darin verbirgt und erst durch die Nebenfigur Skripnik vage aufgedeckt und ins Rollen gebracht wird. Leider hat diese Figur nur einen sehr kurzen Auftritt was schon ein wenig schade war.
Eine andere kuriose Gestalt war die Baronin von Rochlitz, die stattdessen das Zepter geschwungen hat und Katinka in der schweren Zeit eine Stütze gewesen ist. Mir gefiel die alte, leicht herrische Dame auf ihre Art da sie trotzdem einen weichen Kern hatte.
Finley wirkte auf mich beim Lesen irgendwie nicht wirklich greifbar und ziemlich blass. Die meiste Zeit war er auch irgendwie immer auf Achse, so dass die Liebesgeschichte, die zwar ohnehin eher im Hintergrund blieb willkürlich und fade wirkte. Meiner Meinung nach hätte man Finley getrost aus der Geschichte weglassen und stattdessen mehr auf die angespannte Beziehung zwischen Mutter und Tochter eingehen können. Hätte der Handlung in diesem Fall einfach mehr Tiefe gegeben.
Zu dem eigentlichen Geheimnis möchte ich jetzt nichts spoilern, aber es ist auf jeden Fall ein sehr interessantes Thema, dass der Handlung rund ums Hotel noch so ein wenig geschichtlichen Hintergrund gibt. Ich fand diese Idee äußerst gelungen und faszinierend in die Story eingefädelt.
Das Ende war spannend, reißt einen beim Lesen mit und bringt noch einiges an Wirbel mit sich. Auch hier konnte Katinka wieder einmal über sich hinauswachsen.
Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil, die Kapitel waren schön kurz und die etwa 200 Seiten hat man schnell durchgelesen. Gerade für ein Jugendbuch hat sich der Autor hier interessante Themen ausgesucht, die für Jungs und Mädchen gleichermaßen ansprechend sein dürften.

Fazit:

Ein tolles Jugendbuch mit einem Hotel voller Probleme und einem großen Geheimnis, welches kurzweilige Unterhaltung bietet und unterhaltsame Figuren, die für einige Wendungen innerhalb der Story sorgen. Ein schönes Jugendbuch für zwischendurch.

Bewertung:


Zum Autor:

Johannes Groschupf, 1963 in Braunschweig geboren, studierte Germanistik, Publizistik und Amerikanistik. Heute lebt er als freier Journalist in Berlin und schreibt für Die ZEIT, die FAZ, den Tagesspiegel, die Berliner Zeitung u.a. Er hat bereits zwei Romane für Erwachsene veröffentlicht und erhielt 1999 den Robert-Geisendörfer-Preis für das NDR-Feature „Der Absturz“. (Quelle: Oetinger)

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