Samstag, 10. Oktober 2015

Rezension: Bärentöter - Der Auserwählte von Roland Pauler


Infos zum Buch:

Band 1
Originaltitel
Verlag: Fabulus
Autor: Roland Pauler
Seiten: 240
Preis: 16,95 € | Ebook: 4,99 €

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Beschreibung:

Vom Bettelknaben zum Helden: Im Schicksalsjahr 1348 begleitet der Bauernjunge Wilfried einen Viehtreck durch Bayern. Während die Pest bereits in Italien wütet, treiben gewissenlose Räuber ihr Unwesen und schrecken auch nicht vor heidnischen Ritualen zurück. dem steht sich der Vierzehnjährige beherzt entgegen. Als er gegen herrschendes Unrecht rebelliert, bekommt er es mit gefährlichen Mächten zu tun..... (Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Das Cover fand ich sehr schön, es passt gut zur Handlung und was ich auch sehr originell finde ist, dass die Seiten außen herum grün gefärbt sind, wenn das Buch geschlossen ist.
Das Jugendbuch hat mir gut gefallen ist in einfachen Sätzen geschrieben worden und in veralteter Sprache, so dass dieses Mittelalterflair beim Lesen zutage tritt. Obwohl es an jüngere Leser gerichtet ist habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Allerdings ist dies hier durchaus eine Heldengeschichte und sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Ich denke aber gerade die jüngeren Leser werden Gefallen am Buch finden.
Wilfried ist ein sympathischer Junge, der in ärmsten Verhältnissen aufwächst und beim Viehtrieb das erste Mal aus seinem Dorf herauskommt und etwas von der Welt sieht. Mehrere Male kann er sein Geschick beweisen und wächst dadurch auch ein wenig über sich hinaus.
Was mir hier ein klein wenig gefehlt hat sind die Rückschläge, es verlief alles meistens doch irgendwie viel zu reibungslos ab, vor allem für Wilfried, so dass man beim Lesen manchmal das Gefühl hat, der Junge hat mehr Glück als Verstand.
Ansonsten gibt es ein paar interessante geschichtliche Fakten, einige Wendungen und viele Kämpfe, die zu unterhalten wissen.
Was das mittelalterliche Setting angeht gab es von meiner Seite aus nichts zu bemängeln. Vieles wusste ich natürlich schon, da ich öfter mal historische Bücher lese, aber ein wenig Neues konnte ich doch dazulernen.
Die Nebenfiguren sind interessant dargestellt worden und einige davon hat man auch näher kennengelernt. Besonders gern mochte ich Zoltán, der so ein wenig der Mentor von Wilfried gewesen ist. Lediglich Wilfrieds Geschwister sind ein wenig blass geblieben, ansonsten fand ich die Familienverhältnisse sehr interessant und es gibt in der Hinsicht auch ein paar Wendungen.
Das Ende war spannend zu lesen und blieb auch ein klein wenig offen, so dass man sich durchaus fragt was in der Fortsetzung passieren wird und welche Abenteuer Wilfried als nächstes erlebt.

Fazit:

Ein gutes Jugendbuch, das im historischen Bereich angesiedelt ist und auf seine Art zu begeistern weiß. Die Handlung ist ansprechend und spannend aufgebaut worden und der Protagonist ist eine sympathische Figur an dessen Seite man gerne Abenteuer erlebt.

Bewertung:


Zum Autor:

Roland Pauler (Dr. phil. habil.), geboren 1954 in Bamberg, arbeitete nach seiner Promotion als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Rom. Sodann war er in Forschung und Lehre am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte der Ludwig Maximilians Universität in München und an der Scuola di Paleografia e Filologia Musicale in Cremona tätig. Nach seiner Habilitation in München im Fach Mittelalterliche Geschichte vertrat er bis 2004 Lehrstühle für Mittelalterliche Geschichte in München, Erlangen und Regensburg. Seitdem widmete er sich der Pflege seiner Frau, die nach einer Gehirnblutung zum Pflegefall geworden war, und der Schriftstellerei. (Quelle: Lovelybooks)

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