Freitag, 25. September 2015

Rezension: Dodos Fest von Stefanie Erdrich


Infos zum Buch:

Originaltitel
Verlag: Books on Demand
Autorin: Stefanie Erdrich
Seiten: 168
Preis: 7,99 € | Ebook: 5,45 €

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Beschreibung:

Konrad ist neu in der Schule und kommt aus Hamburg. Dodos beste Freundin Paula hat natürlich gleich ein Auge auf ihn geworfen. Zu Dodos Überraschung hat Konrad aber anscheinend kein Interesse an ihrer bildhübschen Freundin. Dodo verkriecht sich dennoch lieber in ihre Manga-Leidenschaft – in jeder freien Minute muss sie zeichnen. Auf einer gemeinsamen Fahrt nach Hamburg kommen sich Dodo und Konrad dann näher, als Dodo ist mit ihrem Vater die Eltern ihrer Stiefmutter besucht. Konrad will zu seinem Großvater, einem Republikflüchtling. Es hätte so ein schöner Urlaub werden können. Doch die überraschende Nachricht vom Baby und die mit Paula geplante Jugendweihe lassen alles aus dem Ruder laufen. Eine turbulente Geschichte zwischen Berlin und Hamburg, die von der ersten Liebe, Verrat und der Geschichte der eigenen Familie zu den Zeiten des eisernen Vorhangs erzählt. Ein Jugendroman nicht nur für Mädchen ab zehn Jahren. (Quelle: Homepage der Autorin)

Meine Meinung:

Ein schönes Buch für jüngere Leser, dass bei mir ein paar Erinnerungen an die Schulzeit geweckt hat und natürlich auch meine Anfänge beim Zeichnen. Das Cover ist nicht überfüllt und sieht sehr schön aus, auch das Buch an sich ist sehr stabil und das Innenleben lädt zum Lesen ein.
Dodo war recht sympathisch, wirkt anfangs ein wenig zurückhaltend kommt aber bei den richtigen Personen und an Orten an denen sie sich wohl fühlt durchaus aus sich heraus. In einigen Fällen merkt man trotzdem, dass sie eben noch ein kleines Kind ist, wenn sie sich wieder trotzig verhält.
Die Familienverhältnisse wurden ansprechend dargestellt und es gibt auch ein paar Geheimnisse, die man im Verlauf der Handlung erfährt.
Groß geschrieben wird hier auch das Thema Freundschaft und die erste Liebe, hier angedeutet zwischen Dodo und Konrad. Klar, dass dann auch die Freundschaft der beiden Mädchen arg am Kippeln ist.
Von Hamburg hat man nicht allzu viel mitbekommen, aber es gab doch ein paar Anhaltspunkte wo die Story gerade gespielt hat.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen und für jüngere Leser und Junggebliebene ist es auf jeden Fall sehr gut aufgeteilt worden. Kurze Säze, kurze Kapitel die zum Weiterlesen animieren und eine einfache Handlung, die zwar wenig Tiefgang hat, dafür aber ein wenig geschichtliche Themen über die DDR und die Jugendweihe bietet.
Das Buch bietet kurzweilige Unterhaltung und man kann es auch prima im Wartezimmer, in Bus & Bahn oder sonst wo lesen.
Für meinen Geschmack hätten dem Buch ein paar mehr Seiten gut getan, aber alles in allem kann ich nicht klagen. Ich hatte Anfangs das Gefühl, für das Buch doch schon zu alt zu sein, doch der letzte Teil im Buch hat das Ruder wieder herumgerissen und war interessant zu lesen.
Das Ende ist relativ offen und lässt Raum für etwas Fantasie, man merkt dafür aber, dass Dodo ein bisschen fürs Leben dazugelernt hat.

Fazit:

Ein schönes Jugendbuch für jüngere & ältere Leser mit der ersten Liebe und etwas unbeholfenen, aber sympathischen Protagonisten und interessanten Konflikten innerhalb der Familie und zwischen Freunden.

Bewertung:


Zur Autorin:

Geboren 1971 in Offenburg, habe ich in Mainz, Arlington/ Virginia (USA) und Hamburg Politikwissenschaften und Amerikanistik studiert.
Beruflich schreibe ich seit Jahren, darunter wissenschaftliche, journalistische und PR-Texte.
Die literarische Schreibleidenschaft ist noch ein wenig älter. Ich schreibe Kurzgeschichten, Textminiaturen und Gedichte, meinen Jugendroman „Dodos Fest“ habe ich im Frühjahr 2015 als E-Book veröffentlicht.
Gerne unterrichte ich „Kreatives Schreiben“, angefangen hat alles in einer Volkshochschulklasse mit erwartungsvollen Schreibschülern zwischen 17 und 70. Seit Mai 2015 führe ich meinen Blog mit wöchentlichen Schreibanregungen. (Quelle: Homepage)

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