Donnerstag, 17. September 2015

Rezension: Der Tanz des Mörders von Miriam Rademacher


Infos zum Buch:

Originalausgabe
Verlag: Carpathia
Autorin: Miriam Rademacher
Seiten: 288
Preis: 14,90 € | Ebook: 9,99 €

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Beschreibung:

Wegen einer – wie immer – verlorenen Dartpartie wird Ex-Tanzlehrer Colin von Pfarrer Jasper Johnson dazu verdonnert, der gehässigen Mrs Summers die Zeit zu vertreiben. Als er die alte Dame eines Morgens tot in ihrem Cottage vorfindet und im Wald eine Mädchenleiche auftaucht, ist ihm schnell klar, dass die beschaulichen Tage seines Vorruhestandes gezählt sind. Zusammen mit der kleinwüchsigen Krankenschwester Norma machen sich Colin und Jasper auf die Suche nach dem Mörder, der eine eigenartige Vorliebe für Küchenutensilien als Mordwaffe zu haben scheint. Wer könnte überhaupt ein Interesse am Tod der schrulligen Alten haben? Hat Mrs Summers, die stets mit Fernglas und Kamera in die Gärten und Häuser ihrer Nachbarn spähte, zuviel gewusst? Das Hobbyermittlertrio schmiedet einen Plan, wie man Colins über die Jahre geschulte Menschenkenntnis nutzbringend einsetzen kann: Dazu müssen bloß alle Verdächtigen aufs Tanzparkett… (Quelle: Carpathia)

Meine Meinung:

Ein wirklich tolles Buch. Den Krimi habe ich gerne gelesen und für mich hat er so ziemlich alles beinhaltet was ich selber gerne mag. Ein kniffliger Mord bei dem man die meiste Zeit wirklich im Dunkeln tappt, ein Dorf mit lauter skurrilen Einwohnern, einer Ermordeten mit einem etwas eigenwilligen Hobby, ein duftes Ermittlertrio mit wiedererkennbaren Figuren und dazu eine deftige Prise Humor. Wer also nicht so gerne blutige oder todernste Krimis liest sollte hier unbedingt mal reinlesen. Ich habe mich für meinen Teil bestens unterhalten lassen.
Die Ermittler bestehen aus dem ehemaligen in die Jahre gekommenen Tanzlehrer Colin, der Kleinwüchsigen Norma die eine wahre Frohnatur ist und auch ein bisschen die treibende Kraft der Möchtegern-Ermittler darstellt und Pfarrer Jasper, der so gar nicht ist wie man sich einen typischen Geistlichen vorstellt und der mit allen Wassern gewaschen ist. Ich finde dieses Trio wunderbar und auch ihre Art miteinander umzugehen hat mir richtig gut gefallen. Es gab teilweise wirklich viele Momente zum Schmunzeln und Lachen.
Der Fall um die ermordete Mrs. Summers war spannend und die Ermittlungsarbeit gefiel mir sehr. Auch die Idee mit der Tanzschule hat einigen frischen Wind in das Dorf gebracht und Colins Gabe anderen Menschen anzusehen wie sie ticken hat mir gut gefallen. Man hat so einiges über die Verdächtigen erfahren können und auch Jaspers und Normas Methoden an Informationen zu gelangen waren unterhaltsam und keineswegs langweilig.
Was mir weniger gefallen hat war die Beziehung zwischen Colin und Lucy. Ich konnte einfach mit diesem großen Altersunterschied von über zwanzig Jahren nichts anfangen und ich fand auch, dass Lucy vom Charakter her nicht so gut zu Colin passt. Mir war sie einfach zu langweilig und für Colin hätte ich mir jemanden gewünscht, der ihn so ein wenig aus der Reserve zieht, weil er selbst schon so eine ruhige Figur ist. Das Geheimnis um Lucy war zwar auch interessant, aber meiner Meinung nach viel zu sehr in den Vordergrund gerückt worden. Norma und Jasper hat sie damit leider so ein wenig die Show gestohlen und man hat mehr über Lucy erfahren, als über die anderen beiden. Das gefiel mir nicht so gut, weil Lucy ja doch eher zu den Nebenfiguren zählt.
Das Ende ist zwar nicht so überraschend, aber trotzdem gut eingefädelt worden. Mir hat es gefallen und durchaus Sinn ergeben bzw. war nachvollziehbar.
Alles in allem fand ich den Krimi toll. Ich lese nicht so oft solche witzigen Krimis, was ich dennoch öfter tun sollte und was mir besonders gut gefallen hat waren die verschrobenen Dorfbewohner und diese drei Ermittler die mich beim Lesen echt bei Laune gehalten haben.
Ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung. Ich finde auch das Buch sticht durch das tolle Cover besonders hervor, dass ich wirklich klasse finde und mir auch gerne immer mal wieder anschaue.

Fazit:

Wie oben erwähnt ist dieser Krimi etwas für Leser, die es nicht so gerne blutig und düster mögen und lieber etwas zur Unterhaltung wollen, aber auch allen anderen kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Der Text liest sich flüssig und schnell und die Story wechselt gekonnt zwischen heiteren und ernsten Momenten.

Bewertung:


Zur Autorin:

Miriam Rademacher, Jahrgang 1973, wuchs auf einem kleinen Barockschloss in den Tiefen des Emslandes auf und begann früh mit dem Schreiben. Seit 2008 hat sie zahlreiche Kurzgeschichten, mehrere Fantasy-Romane und ein Kinderbilderbuch veröffentlicht. Mit »Der Tanz des Mörders« wagt sich die Tanzlehrerin und Autorin erstmals aufs Krimiparkett. (Quelle: Carpathia)

1 Kommentar:

  1. DU! Du wurdest getagt ;) Und zwar von..MIR xD
    http://lilianlovesbooks.blogspot.de/2015/09/liebster-blog-award-tag-von-alex-von.html

    Liebe Grüße

    die böse Lilly ;)

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