Dienstag, 25. August 2015

Rezension: Das weisse Krokodil von K.T. Medina


Infos zum Buch:

Originaltitel: White Crocodile
Verlag: Goldmann
Autorin: K.T. Medina
Seiten: 416
Taschenbuch: 9,99 € (Broschur)
Ebook: 8,99 €






Beschreibung:

Als ihr Exmann Luke bei einem Einsatz in einem kambodschanischen Minenfeld stirbt, glaubt die Engländerin Tess Hardy nicht an einen Unfall und macht sich selbst auf nach Battambang. Doch dort stößt sie auf eine Mauer des Schweigens, denn die Menschen haben Angst: Angst vor dem Weißen Krokodil, einem mythischen Todesboten, der in der Dämmerung durch die Reisfelder streift. Dann wird die fürchterlich zugerichtete Leiche einer jungen Frau gefunden, dort, wo auch Luke ums Leben kam: an einem Ort tausendfachen Todes – einem der Killing Fields der Roten Khmer. Und etwas an diesem Ort verbindet die schreckliche Geschichte Kambodschas mit Tess' eigener Vergangenheit … (Quelle: Goldmann)

Meine Meinung:

Um dieses Buch bin ich schon länger herumgeschlichen, denn vor allem das Cover, der Titel und auch der Klappentext haben mich allesamt sehr neugierig gemacht. Den Thriller habe ich an etwa drei Tagen durchgelesen und habe immer wieder mitgefiebert wie es denn jetzt weitergeht. Ein wirklich gelungenes Debütwerk!
Tess Hardy von ihrer schmerzlichen Vergangenheit eingeholt arbeitet für das MCT, Mine Clearance Trust, in Kambodscha und entschärft mit einem Team von Mienenräumern Bomben. Allein schon dieses Thema ist sehr interessant geschildert worden, da man als Leser hier die Chance hat ein wenig von der Arbeit der Mienenräumer mitzuerleben. Vor allem auf dem Feld Koh Kroneg passieren immer wieder seltsame Dinge und während die Kambodschaner an den Mythos des weißen Krokodils glauben, hat Tess eine andere Vermutung und geht der Sache mit ihrem Kollegen Alex auf die Spur. Auch andere Themen hat die Autorin hier angeschnitten wie zum Beispiel die Folgen für Kambodschaner durch die Verletzungen von Mienen, den Sextourismus/Prostitution, die Funktion der kambodschanischen Polizei und Mädchenhandel. Während Tess einer heißen Fährte folgt, findet DI Wessex in England die Leiche einer toten Kambodschanerin die ihm einige Rätsel aufgibt und ihn schließlich ebenfalls nach Asien führt.
Die Geschichte erzählt K.T. Medina durch die Sicht mehrerer Figuren und die Kapitel sind auch allesamt nicht sonderlich lang was zum weiterlesen einlädt.
Tess fand ich recht sympathisch, ihre Ehe mit Luke hat die Autorin nachvollziehbar geschildert und auch ihre Reaktionen auf Alex' Annäherungsversuche hat sie realistisch dargestellt ohne das ich mit dem Kopf schütteln musste. Eine wirklich sehr gut Darstellung dieser Figur. Auch die anderen Nebenfiguren kamen nicht zu kurz und bei so ziemlich jedem war ich beim Lesen am hin und her und wusste einfach nicht wem man nun trauen konnte und wem nicht. Das hat die Autorin geschickt eingefädelt. Der Aufbau der Geschichte hat mir gut gefallen. Mit Kambodscha als Hintergrund gibt das der ganzen Handlung gleich noch diese gewisse Würze. Hätte die Geschichte in einem anderen Land gespielt, wäre sie wohl nur halb so interessant gewesen. Vor allem zum Ende hin hat K.T. Medina das Tempo gesteigert und den Nervenkitzel so ein bisschen angeregt, so dass es bis zum Schluss durchaus spannend blieb und man immer fleißig miträtseln konnte was es denn nun mit dem weißen Krokodil auf sich hat.

Fazit:

Ein spannender Thriller von Anfang bis Ende mit einer sympathischen Protagonistin, die trotz ihrer Vergangenheit eine starke Persönlichkeit hat und einer Handlung die interessante, immer noch aktuelle Themen zu bieten hat. Ein gelungenes Debütwerk, dem hoffentlich noch weitere Bücher dieser Autorin folgen werden.

Bewertung:


Zur Autorin:

Während ihres Psychologiestudiums trat K. T. Medina als Reservistin in die britische Armee ein. Später war sie für einen großen militärwissenschaftlichen Verlag tätig und reiste mehrfach in den Nahen Osten und nach Kambodscha, wo sie eng mit gemeinnützigen Organisationen zusammenarbeitete. Heute lebt K. T. Medina mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in London. (Quelle: Goldmann)

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