Dienstag, 30. Juni 2015

Rezension: Wolkenkind von Soname Yangchen


Infos zum Buch:

Originaltitel: Child of Tibet
Verlag: Bertelsmann/Der Club
Autorin: Soname Yangchen mit Vickie Mackenzie
Seiten: 304
Preis: 9,99 €

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Klang der Wolken (erschienen am 15. Juni 2015)





Beschreibung:

Ihr Vater ist ein Mönch, ihre Mutter stammt aus einer alten tibetischen Familie – für die chinesischen Machthaber Grund genug, Soname und ihre Familie zu verfolgen. Im Alter von sechs Jahren wird sie nach Lhasa geschickt, wo sie in einem Haushalt Sklavendienste leisten muss. Zehn Jahre lang wird das kleine Mädchen wie eine Gefangene gehalten. Doch ihren Willen kann niemand brechen. Eines Tages ergreift sie die Gelegenheit zur Flucht über den Himalaya ...

Die Geschichte einer jungen Frau, die sich auf einen langen Weg begibt, um die Freiheit und sich selbst zu finden. (Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Vor dem Erscheinen ihrer zweiten Biografie wollte ich noch mal dieses Buch lesen, das meine Mutter mir vor Jahren geschenkt hat.
Sonames Biografie hat mir gefallen. Sie war spannend zu lesen und ihr Leben vom Kind zur erwachsenen Frau von schweren Schicksalsschlägen geprägt. Um der harten Arbeit auf dem Land zu entgehen, wird sie von ihrer Mutter zu Verwandten nach Lhasa geschickt, welche das junge Kind schamlos als Dienstmädchen ausnutzen. Fluchtversuche scheitern und Soname wird erneut zurückgeschickt. Als ihr schließlich doch die Flucht gelingt, führt sie diese über den Himalaya nach Indien und schließlich nach Frankreich und von dort aus nach England, wo sie schlussendlich aus ihrem Talent dem Singen profitiert.
Soname ist sympathisch und unverblümt berichtet sie über ihr Leben und ihre Eindrücke in anderen Ländern. Sie erzählt von ihrer tibetischen Familie und den Traditionen sowie den Differenzen zwischen Tibet und China. Man erfährt mehr über ihr ständiges auf und ab mit wechselnden Jobs, Männern und später über ihren Kampf ihrer Tochter näher zu kommen, die sich über die Jahre von Soname entfremdet hat.
Ich fand es sehr ergreifend wie mutig Soname sich immer wieder aufgerappelt hat, nachdem es mal schlechter für sie lief und wie viel Glück sie hatte, dass sie immer genau die richtigen Leute kennen gelernt hat, die ihr weiterhalfen. Sie hat viel erlebt und beide Seiten des Lebens kennengelernt. Von tiefster Armut bis zu Reichtum in einem späteren Bekanntenkreis.
Sonames Musik habe ich mir auf Youtube angehört und vor allem Sun and Moon, Running Like Children und Spirit Within haben mir besonders gefallen. Ich höre zwar sehr viel asiatische Musik, aber das war mein erstes Mal, dass ich in tibetische Musik reingehört habe und war begeistert. Die Songs sind traditionell, haben einen harmonischen Klang und sind eher ruhig gehalten. Soname hat eine tolle Stimme und ich finde beim Lesen hat es super gepasst.

Fazit:

Eine interessante und bewegende Biografie einer Tibeterin, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt. Ich fand es toll, wie unbekümmert Soname durchs Leben geht und sich nicht unterkriegen lässt. Ganz nebenbei gibt es auch noch Einblicke in verschiedene Länder und zwischendurch gibt es immer mal wieder ein paar schwarz-weiß Fotos, die die Biografie passend unterstreichen.

Bewertung:


Zur Autorin:

Soname Yangchen wurde 1973 im tibetischen Yarlungtal geboren. In einer dramatischen Flucht über den Himalaya entkam sie 1989 der chinesischen Schreckensherrschaft und lebte sechs Jahre in Indien, bevor sie nach England zog, wo ihr Gesangstalent und die klare Schönheit ihrer Stimme entdeckt wurden. Das Buch, das sie über diesen Abschnitt ihres Lebens schrieb, wurde unter dem Titel Wolkenkind auch in Deutschland ein Bestseller.

Soname Yangchen hat bisher fünf CDs veröffentlicht, ist beinahe überall auf der Welt aufgetreten, u.a. bei Veranstaltungen mit Richard Gere, Bob Geldof, Leonardo DiCaprio, Catherine Deneuve, Sharon Stone und Forest Whitaker. Derzeit arbeitet sie an einem weiteren Album. Seit 2010 lebt sie überwiegend in Berlin, wo sie ihre Songs komponiert und textet. (Quelle: Integral)

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