Montag, 29. Juni 2015

Rezension: Königin im Exil von George R.R. Martin & Gardner Dozois


Infos zum Buch:

Originaltitel: Dangerous Women
Verlag: Blanvalet
Autor: George R.R. Martin & Gardner Dozois
Seiten: 1120
Preis: 16,99 € (Broschiert)
           13,99€ (Ebook)


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Beschreibung:

Gefährliche Frauen aller Art – Kriegerinnen, Königinnen, Zauberinnen und viele mehr – sind das Thema dieser spannenden Anthologie. Sie enthält 21 bislang unveröffentlichte Erzählungen von Bestsellerautoren wie Joe Abercrombie, Brandon Sanderson und Diana Gabaldon – die eine brandneue Outlander-Story beisteuert. Kernstück und Höhepunkt dieser Sammlung ist ein Kurzroman aus der Feder von George R.R. Martin über den »Tanz der Drachen«, jenen großen Bürgerkrieg, an dem der Kontinent Westeros zweihundert Jahre vor den Ereignissen in der Saga Das Lied von Eis und Feuer beinahe zerbrochen wäre. (Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Die äußerliche Aufmachung der Kurzgeschichten-Anthologie wirkt im ersten Moment ein wenig irre führend. Vom Cover und dem Klappentext her hatte ich viel mehr Geschichten im Fantasybereich erwartet, enthalten ist aber ein bunter Genremix und auch das Thema Gefährliche Frauen aller Art trifft natürlich bei den meisten Geschichten zu bei anderen widerum nicht unbedingt.
Ich habe mich bei den Geschichten etwas schwer getan. Irgendwie war nicht so wirklich viel dabei das mich begeistern konnte. Einige Geschichten wie zum Beispiel die von Brandon Sanderson, Diana Gabaldon, die ein Abenteuer über Jamie und Ian erzählt, bevor Jamie Claire begegnet und George R.R. Martin, der über den berüchtigten Tanz der Drachen erzählt und somit eine Vorgeschichte zu Game of Thrones, gefielen mir natürlich sehr gut – letztere vor allem wegen der vielen spannenden Drachenkämpfe. Die Kurzgeschichte von Sharon Kay Penman fand ich klasse, auch wenn diese eher im historischen Bereich angesiedelt war und die Königin vielmehr durch ihre gewitzte und kluge Art hervorstach als das sie gefährlich wäre und damit beim Volk ordentlich Eindruck schinden konnte. Weniger angesprochen haben mich die Stories von Melinda Snodgrass (wobei ich die Storywendung zum Ende hin äußerst gelungen empfand), Megan Abott & Lawrence Block. Einzig die Kurzgeschichte von Sam Sykes habe ich irgendwie nicht richtig verstanden, obwohl sie meiner Meinung nach gut geschrieben worden ist und mir die Perspektivwechsel gut gefallen haben.
Der Western von Joe Abercrombie war natürlich ein kleines Highlight, da ich solche Geschichten mag. Ich konnte in Jim Butchers Bombige Muscheln reinlesen um mir einen Eindruck von seinem Schreibstil zu verschaffen, da ich auch gerne mal seine Harry Dresden-Reihe lesen würde und Lev Grossman hat mit einer Zauberschule unterhalten, die mich ein wenig unweigerlich an Harry Potter erinnert hat, nur leider mit etwas weniger Magie und einem Streich, der für mich ein wenig langweilig daherkam.
Auch die letzte Kurzgeschichte, die im Wild Cards-Universum spielt fand ich sehr unterhaltsam, auch wenn ich auf den Seiten Mühe hatte da durchzublicken.
Die meisten Kurzgeschichten spielen im normalen Alltag, während einige wenige in Fantasygefilden spielen oder auch im Mittelalter.
Die Geschichten sind allesamt unterschiedlich lang. Von sehr kurzen Geschichten wie der von Lawrence Block bis hin zu George R.R. Martins Erzählung mit über 100 Seiten ist alles möglich.
Um interessante neue Autoren zu finden ist diese Sammlung sehr gut, bei einigen bin ich aber nur schleppend vorangekommen, habe sie zwischendurch unterbrochen um in anderen Kurzgeschichten zu schmöckern, die mir widerum besser gefallen haben. Ich denke hier kommt jeder auf seine Kosten. Ich selbst hatte einfach etwas andere Erwartungen an diesen Wälzer und bin deswegen nicht ganz so begeistert.

Fazit:

Wer Kurzgeschichten mag und nach neuen Autoren sucht oder Neues von seinen Lieblingsautoren lesen möchte sollte hier mal reinlesen. Es ist ein bunter Genremix und bietet aus allen möglichen Bereichen kurzweilige Unterhaltung zum Schmöckern. Von der Seitenanzahl sollte man sich nicht abschrecken lassen, die Kurzgeschichten sind unterschiedlich lang, so dass man im Nu damit durch ist.

Bewertung:


Zu den Autoren:

George R. R. Martin gehört nicht nur in den USA zu den prominentesten Science-Fiction-Autoren. Den weltweiten Durchbruch schaffte er mit dem mehrbändigen Werk "Das Lied von Eis und Feuer". Er schrieb anfangs Kurzgeschichten, arbeitete dann erfolgreich als Drehbuchautor und Fernsehproduzent. Doch das Schreiben von Fantasy- und Science-Fiction-Romanen entspricht seinem Vorstellungsvermögen und seinen schriftstellerischen Neigungen am meisten. Der 1948 im US-Staat New Jersey geborene und studierte Journalist lebt in Santa Fe, New Mexico. Er wurde mehrfach mit dem "Hugo Award" ausgezeichnet. (Quelle: Amazon)

Gardner Dozois verbrachte seine Kindheit in Salem im Bundesstaat Massachusetts. Laut seiner eigenen Aussage begann er, Science-Fiction zu lesen, um der Kleinstadtatmosphäre seiner Heimatstadt zu entfliehen. Nach seinem Militärdienst in der US Army, den er teilweise in Deutschland ableistete, begann er, selbst Science-Fiction zu schreiben. Dozois lebt zurzeit in Philadelphia, Pennsylvania. (Quelle: Wikipedia)

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