Sonntag, 5. April 2015

Am zweiten Tag begann die Angst von Matthias Martin (Rezension)

Infos zum Buch:

Verlag: Egmont Schneiderbuch
Autor: Matthias Martin
Seiten: 110 (Taschenbuch)

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Übersicht der Werke des Autors

Hinweis: Das Buch wird wohl größtenteils nur noch gebraucht erhältlich sein. Wer sich dafür interessiert sollte also mal auf Ebay oder anderen Seiten nachschauen.




Beschreibung:

Es fing alles so harmlos an... Die Brüder Marc und Jean treffen beim Zelten auf der Hochebene des französischen Jura auf eine Gruppe junger Höhlenforscher. Für Marc und Jean geht ein langgehegter Wunsch in Erfüllung: Sie steigen mit ihren neuen Freunden in die unterirdische Zauberwelt, um das Geheimnis der Höhle von La Cachette zu ergründen. Aber bereits am zweiten Tag geschieht es...(Klappentext)

Meine Meinung:

Das Buch habe ich von meinem Bruder beim Aussortieren bekommen. Es ist schon etwas älter, aber immer noch ein tolles Abenteuerbuch und nicht unbedingt nur etwas für junge Leser. Die Handlung verläuft recht geradlinig und wirft den Leser mitten in die Höhle... pardon... Handlung hinein. Mit den Studenten Pierre, Miriam, Daniel und Réne lernt man die Gruppe bereits zu Anfang ein wenig kennen und wie sie untereinander umgehen. Nach einem Malheur treffen sie auf die Brüder Marc und Jean, wobei sich besonders Marc für die Höhlen begeistert und es praktisch nicht erwarten kann in die Tiefe zu steigen. Für die meisten Erklärungen ist oft Daniel zuständig, der scheinbar ein wenig den Strebertypen darstellt. Pierre ist der widerwillige Anführer und Miriam hängt irgendwie dazwischen. Marc ist der etwas übereifrige Junge, der schneller handelt als zu denken und Jean hingegen ist eher vorsichtig und hinterfragt vieles. Ich fand Daniel von allen Figuren aber noch am sympatischsten. Nach einem Crashkurs und einer kleinen Klettertour in einer einfachen Höhle, geht es nach La Cachette. Pierre ist der Meinung es gibt einen versteckten Höhleneingang. Nach anfänglichen Enthusiasmus merken vor allem die beiden Neulinge in der Gruppe schnell, das man nicht voreilig handeln sollte, es besser wäre auf die erfahrenen Kletterer zu hören und das alles oft nicht so leicht ist wie es ausschaut. Man merkt schnell, dass die Gruppe anfangs nicht so gut harmoniert und ich war überrascht, dass die Studenten die Brüder schon nach einem kurzen Crashkurs von drei Tagen in eine Höhle wie La Cachette mitgenommen haben. Vor allem später merkt man, dass Marc, das Nesthäckchen der Truppe, sich da ein wenig viel zugemutet hat. Interessant ist aber auch zu sehen wie die Figuren sich in Gefahrensituationen verhalten. Der Autor hat auch viele Informationen zu Höhlen miteingebaut. Zum Beispiel wie sich Stalagmiten und Stalagtiten in Höhlen bilden und noch so einiges mehr. Auf etwa 100 Seiten war es ein informativer und kurzweiliger Trip in die dunklen Höhlensysteme in Südfrankreich. Von mir aus hätte es aber ein wenig mehr spannendere Momente geben können, auch das Ende fand ich an sich recht seicht. Über die Figuren hat man nur das Nötigste erfahren, da es in erster Linie eben um das Erkunden der Höhlen geht. Ich selbst mag Filme und Bücher über das Klettern sei es nun auf Bergen oder in Höhlen sehr gerne und habe das Buch an einem Tag verschlungen.

Fazit:

Den Roman zu bekommen wird wohl schwierig sein, wahrscheinlich noch am ehesten gebraucht auf dem Flohmarkt oder über Ebay. Das Buch bietet eine abenteuerliche, kurzweilige Geschichte mit verschiedenen Situationen, Charakteren und spielt beinahe komplett unter der Erde. Zu viel sollte man aber auch nicht erwarten, denn mit aktuellen Bergsteigerabenteuern kann es wohl nur begrenzt mithalten.

Bewertung:


Zum Autor:


Klaus Fröba lebte früher in Külsheim (Tauberfranken); heute ist er ansässig in Rheinbach im Rhein-Sieg-Kreis. Fröba veröffentlichte seit den 1970er Jahren zahlreiche Jugendbücher; in den 1980er Jahren wechselte er zum Kriminalgenre. Daneben übersetzte er Unterhaltungs- und Kriminalromane amerikanischer und britischer Autoren ins Deutsche.

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