Dienstag, 17. März 2015

Der Tote am Kirchturm von Alexander Bálly (Rezension)



Infos zum Buch:

Band 2
Verlag: Sutton Verlag
Seiten: 248 (Taschenbuch)
Preis: 12,99€





Beschreibung:

Noch immer ist der ehemalige Metzgermeister Wimmer auf der Suche nach einem Hobby. Nichts kann ihn auf Dauer bei Laune halten, da kommt der Tod des Hochzeitsladers Benedikt Singer doch wie gerufen. Ein Comeback für Sherlock Pinkerton & Co – Wolnzach. Wimmer und seine Enkelin Anna gehen dessen mysteriösen Tod am Kirchturm auf die Spur und lassen erneut die ermittelnden Kommissare Konrad und Stimpfle blass aussehen. Wimmer hat wieder einmal die Nase vorn und beginnt in eine Richtung zu ermitteln, die ihn schnell auf die richtige Spur führt, doch ein weiterer Todesfall wirft noch mehr Fragen auf und an Verdächtigen mangelt es ebenfalls nicht.

Meine Meinung:

Der zweite Band klingt vom Titel her ähnlich wie der Erste. Interessantes Schema. Das Cover gefällt mir sehr.
Die Handlung gefiel mir recht gut. Leider konnte man nicht viel miträtseln, da alles doch recht linear verläuft und der Leser nicht allzu viele Hinweise erhält. Ergo habe ich mich also mehr unterhalten lassen. Da das erste Kapitel etwas unspektakulär begann, war ich doch ein wenig ungeduldig. Erst mit dem Tod des Hochzeitsladers nahm die Handlung rasch an Fahrt auf. Herrlich waren auch diesmal wieder all die verschiedenen Dialekte. Mittlerweile verstehe ich sogar Stimpfles Schwäbisch besser. Die Ermittlungen waren nachvollziehbar und ich fand es gut, dass die Polizisten auch ab und an in einer Sackgasse gelandet sind. Das wirkt einfach realistischer. Ludwigs und Annas Ermittlungen waren wieder äußerst unterhaltsam und sie sind auf so einige interessante Ideen gekommen. Mir gefiel auch der zweigeteilte Handlungsstrang der Ermittlungen, so blieb es abwechslungsreich und man ist am mitfiebern, welches Team sozusagen als erstes den Täter überführt und wer es letztendlich überhaupt ist.
Zeitlich spielt die Handlung um Weihnachten herum. Man erlebt also auch am Rande den ganzen Trubel des Geschenke kaufens und des Festes mit. Ich habe zwar mit Weihnachten nicht viel am Hut, aber es war schön die Figuren auch mal innerhalb ihrer Familien zu erleben.
Ludwig Wimmer, immer noch hobbylos und seine Enkeln Anna sind erneut ein eingespieltes Team, wobei man merkt, dass die kleine Anna doch mal wieder die Zügel in die Hand nimmt. Ich mag die beiden immer noch sehr und auch die Nebenfiguren waren interessant ausgearbeitet.
Womit ich schon eher mal meine Probleme hatte waren ab und an einige Beschreibungen. Da bin ich doch mal mit den Gedanken woanders gewesen und musste mir die Stellen noch einmal durchlesen. Ansonsten gab es meinerseits aber beim zweiten Fall von Wimmer und Anna nichts zu bemängeln. Der Autor hat seine Arbeit gut gemacht und ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Fall von Sherlock Pinkerton & Co – Wolnzach.

Fazit:

Den ersten Band muss man nicht gelesen haben. Es gibt eine kurze Zusammenfassung am Anfang. Wer aber mehr über den Fall, Ludwig Wimmer und seine Familie wissen möchte, dem würde ich doch auch noch das Lesen des ersten Krimis empfehlen. Allein schon wegen der unterhaltsamen Dialekte sollte man schon zugreifen. Allzu hohe Erwartungen sollte man an dieses Buch jedoch nicht setzen, denn hier stehen eindeutig die Ermittlungsarbeiten sowie die Hinweissuche im Mittelpunkt.

Bewertung:


Zum Autor:



Alexander Bálly, Jahrgang 1964, lebt seit seiner Kindheit in Oberbayern und wohnt schon lange im Hopfenland. Schon immer hängt er am Wort: Er arbeitete als Buchhändler, Druckereigehilfe und Verlagsmitarbeiter. Seit fast 20 Jahren schreibt er Geschichten. Nach mehreren Fantasykrimis hat er nun das Verbrechen vor der Haustür entdeckt und präsentiert seinen zweiten Krimi aus der Holledau.

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