Mittwoch, 28. Januar 2015

Rauklands Sohn von Jordis Lank (Rezension)


Infos zum Buch:

Band 1
Verlag: Verlagshaus el Gato
Autorin: Jordis Lank
Seiten: 364 (E-Book)
Seiten: 364 Seiten
Preis: 3,99 € (E-Book)
Preis: 12,90 € (Broschiert)

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Band 2-Rauklands Blut erhältlich
Band 3-Rauklands Schwert erhältlich

E-Book kostenlos in jedem Print inklusive!



Beschreibung:
 

Durch ein Missverständnis fällt der Königssohn Ronan in Ungnade gegenüber seinem Vater und dem Volk Rauklands. Ihm bleibt nichts anderes übrig als den Forderungen seines Vaters zu gehorchen. Mit seinem Meister Zhodan fährt er auf einem Schiff zur Insel Lannoch, die er einnehmen soll. Dass er sein Schwert dafür nicht braucht, sondern diverse Aufgaben bewältigen muss, die ihn ein ums andere Mal neuen Herausforderungen stellen, damit hat Ronan jedoch nicht gerechnet. Während er sich den Aufgaben des Königs von Lannoch stellt, holt ihn seine Vergangenheit schneller wieder ein als ihm lieb ist, doch auch die Zukunft Lannochs liegt noch im Dunkeln...

Meine Meinung:

Rauklands Sohn ist der erste Band der Raukland-Trilogie von Jordis Lank. Das düstere Cover mit dem Schwert und der Burg passt prima zur Geschichte und der Atmosphäre im Buch. Der Schreibstil ist toll, denn der Text liest sich sehr schnell und flüssig. Die Autorin hat einen angenehmen Erzählstil und hat es geschafft mich gut zu unterhalten und mich auf Lannoch richtig heimisch zu fühlen. Überhaupt fand ich es klasse wie sie auf die Insel eingegangen ist. Man hat so einiges darüber erfahren können, wie Lannoch zu anderen Ländereien steht und mit den teils rauen Wetterverhältnissen habe ich mich direkt wohl gefühlt, dass kenne ich ja dank meiner Heimat im Norden selber nur zu gut.
Die Aufgaben, die Merin Ronan gestellt hat, fand ich toll und unterhaltsam. Hätte von mir aus gerne ewig so weitergehen können. Das war genau nach meinem Geschmack.
Die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Sie war unterhaltsam, spannend und manchmal wirklich lustig. Die Kämpfe fand ich gelungen beschrieben, auch wenn mir die Fachausdrücke dazu manchmal etwas seltsam und ungewohnt vorkamen, da in den meisten Romanen nicht so sehr darauf eingegangen wird.
Die Figuren mochte ich sehr. Auf der einen Seite Ronan mit all seinen Vorurteilen, seinem rüppischen Gebaren und wie unsympathisch er anfangs rüberkommt und ehe man es sich versieht hat er sich längst zu einem Sympathieträger entwickelt. Neben Ronan gehört auch Liam zu meinen Lieblingsfiguren, auch wenn er Anfangs und eigentlich auch die meiste Zeit in der Geschichte eher wie ein Weichei rüberkommt, so mag ich ihn trotzdem sehr, besonders weil er mit der Zeit über sich hinauswächst. Auf der anderen Seite sind da die Dorfbewohner, jeder auf seiner Weise interessant und was ich auch nachvollziehbar fand war auf jeden Fall, dass sie Ronan anfangs eher skeptisch gegenüber standen, ehe sie ihn ins Herz schlossen. Das hat es gleich viel realistischer wirken lassen. Zu Merin kann ich nicht viel sagen, ich konnte seine Handlungsweisen durchaus verstehen, aber ansonsten hat er nicht allzu viel zur Handlung beigetragen, als Ronan zu misstrauen und ihm die Aufgaben zu stellen.
Eila war mir leider ein wenig zu einseitig und blass als Figur. Ich denke, dass liegt vor allem daran, dass sie nicht viel Platz im Buch eingenommen hat. Leider wirkt dadurch auch die Liebesgeschichte zwischen ihr und Ronan etwas fade und langweilig. Es hat mich einfach nicht berührt und was mir etwas schräg vorkam war vor allem, dass einige Szenen zwischen Ronan und Liam unweigerlich romantischer waren, als zwischen Ronan und Eila, obwohl zwischen den Jungs nicht mehr als Freundschaft ist. War teilweise aber irgendwie trotzdem witzig und niedlich.
Überhaupt gefiel mir die Freundschaft der beiden jungen Männer besser als die Liebesgeschichte. Vor allem, weil Ronan scheinbar anfangs ohne Freunde besser durchs Leben kam und dann doch einsehen musste, dass einem ein Freund sehr nützlich sein kann, als wenn man immer nur auf sich allein gestellt ist. Das kam im Buch sehr gut rüber und ich fand es rührend wie die Jungs sich immer wieder Mut gemacht haben oder auch mal tacheles miteinander gesprochen haben. Ronans Familie kam etwas zu kurz. Kiara hat man ja kennen gelernt und ich finde sie hat auch eine starke Persönlichkeit, aber den Vater lernt man wahrscheinlich erst in den nächsten Bänden richtig kennen, auch wenn ich ihn zu Anfang schon ziemlich grausam fand. Vor allem interessiert mich auch, wie es mit Ronans Mutter weitergeht und ob er in Raukland als König regieren wird oder nach Lannoch zurückkehrt.
Das Ende war okay. Einige Fragen bleiben offen und das Ende mit Ronan und Eila war jetzt nicht weltbewegend, aber es bleibt zu hoffen, dass es in den Bänden zwei und drei noch einmal turbulent zur Sache geht und spannend bleibt was Raukland und Lannoch betrifft. Die Outtakes am Ende sind übrigens auch sehr lustig zu lesen, außerdem gibt es hinten im Buch noch einen Code für das E-Book.

Fazit:

Wer Geschichten mag, die an einem Ort spielen und obendrein mal eine abwechslungsreichere Geschichte sucht, die sich von den vielen Mittelaltergeschichten abhebt ist hier genau richtig. Obendrein ist es auch eine tolle Geschichte über Freundschaft und bietet mal eine etwas andere unterhaltsame Möglichkeit eine Insel einzunehmen. Wie erwähnt fand ich die Atmosphäre in dem Buch bzw. auf der Insel Lannoch sehr stimmig und hätte ich die Möglichkeit, würde ich nur zu gerne auf diese Insel ziehen.

Bewertung:

 

Zur Autorin:

 Jordis Lank kam Anfang der siebziger Jahre im äußersten Zipfel des Bergischen Landes zur Welt. Nach Abitur und Ausbildung zur Industrieinformatikerin arbeitet sie seither im wissenschaftlich-technischen Bereich als Softwareentwicklerin.

Schon als Kind hat die Autorin Romane weitergeträumt, wenn sie enttäuscht war, dass sie zu Ende waren. Wie oft hat sie sich gewünscht die Figur sein zu können, von der sie da las! Bis sie merkte, dass das Schreiben ein noch viel intensiveres Erlebnis ist als das Lesen. Manchmal, wenn alles passt, wenn sich die Geschichte auf einmal von selbst schreibt und die Charaktere Dinge tun, von denen man zwei Sätze vorher noch nichts wusste, dann - so sagt sie - verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit - und man ist wirklich mitten drin: Ein einzigartiges, großartiges Gefühl, das süchtig macht. (Quelle: Amazon)


Bildmaterial © Jordis Lank

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