Donnerstag, 20. November 2014

NaNoWriMo – Tag 20 + Textauszug aus Priesterin der Schatten

1.444 Wörter

Mist, so kurz vor der Ziellinie vom Tagesziel entfernt und dann stoße ich auf so eine dumme Textstelle, die mich aufhält. Sollte heute wohl einfach nicht sein.
Heute gibt es einen kurzen Auszug aus Priesterin der Schatten. Im Text bin ich schon etwas weiter, aber bisher ist das eine der wenigen Szenen, die ich (immer noch ungern) herzeigen kann. XD

(Achtung! Unkorrigierte Rohfassung)

Maleiya starrte in die riesige Höhle die sich vor ihnen auftat. Wunderschön, dachte sie bewundernd. Vor ihnen eröffnete sich ein unglaublicher Anblick.
Eine riesiger Wasserfall strömte einfach an einer hohen Bergwand hinab. Der ganze Berg schien wie eine Nussschale ausgehölt zu sein. Der Wasserfall schien aus einem Loch irgendwo hoch oben aus der Decke zu kommen und mündete in einem großen See hier unten im Krater.
Leuchtende Kristalle, die in den Wänden steckten erhellten die Höhle und Glühwürmchen flogen munter durch die Gegend.
Der Boden unter ihnen wechselte sich mit einem moosigen Untergrund ab.
„Hier gibt es Moos?ˮ, wunderte Maleiya sich. Sie gingen weiter hinein, sahen unaufhörlich die Höhle hinauf und konnten sich gar nicht satt sehen. Im See gab es eine kleine Insel auf der sich ein Baum befand an dem sich Früchte befanden. Die Insel war mit Gras bedeckt und zwei unterschiedlich große Felsen befanden sich darauf, die ebenfalls mit Moos überdeckt waren.
„Ob man das Obst essen kann?ˮ, fragte Ashram.
„Warum nicht?ˮ Maleiya wusste nicht was daran schlecht sein sollte.
Ashram trat an den See, beugte sich vornüber und stemmte die Hände in die Seiten. Skeptisch betrachtete er das Wasser. „Ich kann nichts sehen. Hier scheint nichts drin zu leben. Nicht einmal Fische.ˮ
„So?ˮ, fragte Maleiya wenig interessiert und ließ den Blick umher schweifen. Sie ließ ihr Gepäck zu Boden gleiten und runzelte die Stirn. Mit zusammengezogenen Augenbrauen warf sie einen Blick zu Boden. Der Grund unter ihr schien sich zu bewegen. Oder irrte sie sich?
Nein, da war wirklich etwas unter ihren Füßen.
„Nicht unter meinen Füßen...ˮ, murmelte sie misstrauisch und trat einen Schritt zurück.
Genau in dem Moment schrie Ashram, der sich ins Wasser gelassen hatte, qualvoll auf. Sein Schrei hallte von den Wänden wider und Maleiya gefror das Blut in den Adern. Ohne dem Boden weitere Beachtung zu schenken hob sie den Blick und rannte zu dem Söldner, der versuchte sich aus dem Wasser zu retten. Seine Finger gruben sich tief ins Moos und so gut sie konnte half Maleiya ihm aus dem Wasser. Sie sah auf seine Beine und riss die Augen auf. Das Wasser hatte ihm die Kleidung und die Beine verätzt. Sie waren voller Wundblasen und die ganze Haut war gerötet und blutete.
„Das ist kein Wasser...ˮ, stellte sie mit Grauen fest. „Das ist Säure!ˮ
Ashram stöhnte vor Schmerz und rollte sich auf den Rücken.
„Ich habe Verbandszeug dabei!ˮ Maleiya erhob sich und lief zu ihrem Rucksack. Zumindest hatte sie das vor, doch da gab es nun ein weiteres Problem. Der Beutel versank im Moos. Irritiert blieb Maleiya mit einigem Abstand stehen und sah dorthin. Das hier schien ein Sumpfgebiet unter einem Berg zu sein. Wie konnte es so etwas geben?
„Ashram! Wir müssen hier raus!ˮ, rief sie. „Es ist zu gefährlich!ˮ Sie machte kehrt und versuchte dem verletzten Mann aufzuhelfen. Es war nicht einfach. Er konnte sich kaum bewegen und sein Körpergewicht machte ihr ebenfalls zu schaffen. Sie bekam ihn einfach nicht hoch und wenn sie zu lange warten würden, geschah mit ihnen dasselbe wie mit dem Beutel.
Sie hörte ein merkwürdiges Geräusch über ihren Köpfen und sah auf. Hastig duckte Maleiya sich über Ashrams Körper, als ein Schwarm aufgescheuchter Fledermäuse tief über sie hinweg flog.
Ein kleines Übel, auf das nun ein weitaus Größeres folgte, denn wie sich herausstellte waren sie nicht alleine.
Die Wände fingen auf einmal an zu beben und ein lautes Grollen ließ Ashram und Maleiya vor Schreck zusammenfahren.
„Was war das?ˮ, fragte Maleiya unsicher. Der Boden unter ihren Füßen begann auf einmal ihre Körper zu durchrütteln.
Sie sah sich aufgeschreckt um und zog an Ashrams Körper. „Los! Hoch mit dir! Wir müssen hier weg!ˮ, schrie sie panisch.
Dann sah sie was den Berg in Wallung brachte. Aus den Gebirgswänden schienen sich Steine herauszuwinden. Sie fielen nicht zu Boden oder sorgten gar für einen Steinschlag. Nein, sie waren aufeinander geschichtet und bewegten sich, wenn auch träge und ungelenk, auch nicht sehr schnell.
„Das sind Steingolems...ˮ, erklärte Ashram ächzend. „Ich will dich nur darauf hinweisen, dass ich für diese Kreaturen keine Waffe habe!ˮ
„Und was machen wir jetzt?ˮ
„Abhauen wäre eine Möglichkeit!ˮ, murrte Ashram und versuchte sich zu erheben.
Die Golems bewegten sich taumelnd auf sie zu und gaben ein lautes Grollen von sich.
„Jetzt wäre mir das Unwetter draußen doch lieber als hier drinnen von Säure verätzt zu werden, vom Sumpf verschlungen zu werden oder von Golems zertrampelt zu werden!ˮ, schrie Maleiya wütend.
„Ahnt ja keiner, dass uns so etwas erwartet...ˮ, brummte Ashram und mit Grauen sahen beide zu den Golems. Immer mehr lösten sich aus den Wänden und kamen torkelnd auf sie zu.
„Das sind zu viele...ˮ, flüsterte Maleiya. Sie saßen in einer Falle. Eingepfercht von riesigen Steingolems.

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