Mittwoch, 19. November 2014

Der ausrangierte Prolog von Eiskalte Versuchung

Im folgenden könnt ihr den Prolog zu meiner Boys Love-Geschichte Eiskalte Versuchung lesen. In der Geschichte geht es um Cameron, der sich mit seinen Freunden auf eine Wette einlässt und versucht seinen Mitschüler Nathan innerhalb einer Woche ins Bett zu kriegen. Dieser hat einen zweifelhaften Ruf an der Schule, weil er Drogen an Mitschüler verkauft, allerdings hat auch Cameron keine reine Weste da er sich zeitweise prostituiert. In dieser Woche kommen sich nicht nur beide Jungs näher, sondern versuchen auch mit ihren Problemen fertig zu werden.
Den Prolog habe ich vorher geschrieben, aber er passt nicht mehr wirklich zur Handlung, hätte höchstens noch als Epilog herhalten können und auch die Ich-Perspektive macht herzlich wenig Sinn, da ich die Geschichte mittlerweile aus der dritten Person und auch im Wechsel aus der Sicht von Cameron und Nathan erzähle. Und der Text ist so schrecklich kitschig. lol
Ich wollte ihn nur nicht komplett löschen, also verewige ich ihn hier im Blog. XD

Es regnet. Ein Blick durch das Fenster, hinaus auf den nassgeregneten Schulhof. In der Ferne immer mal wieder ein Blitz, der den graublauen Himmel bedrohlich erleuchten lässt. Keine Menschenseele befindet sich dort draußen.
In dem leeren Gang kann ich hinter den verschlossenen Türen die Stimmen von Lehrern und Schülern hören. Ich schließe die Augen, lausche den Stimmen und höre das Prasseln des Regens am Fenster. Ein melancholischer Tag, eine melancholische Stimmung.
Schritte, erst leise, dann lauter werdend. Sie kommen auf mich zu. Langsam öffne ich die Augen, bleibe am Fenstersims stehen, lehne mich dagegen und den Kopf an das kühle Fenster.
Braune misstrauische Augen mustern mich. Die nassen dunkelblonden Haare hängen ihm verführerisch ins Gesicht, lassen nur bei wenigen Strähnen erahnen, dass er Locken hat. Die schwarze Jacke raschelt bei jedem Schritt den er tut. Feste, energische Schritte, denn er weiß wohin er geht.
Ich lächele, beobachte wie er die Hände in die Hosentaschen schiebt. Mein Blick wandert wieder zu seinem Gesicht. Tränen gleich perlen die Regentropfen über sein Gesicht. Seine Zunge huscht über die feuchten schmalen Lippen. Ich spüre wie mein Puls rast.
Ein lauter Knall. Ein Donnern. Für wenige Sekunden erhellt ein Blitz den langen Flur, wirft unheimliche Schatten an die Wände und lässt mich zusammenzucken.
Mein Blick schweift zum Fenster und wie gebannt sehe ich hinaus. Der Regen nimmt zu, wird stärker und erneut zeigt sich ein Blitz.
Als ich mich wieder umdrehe, steht er noch da und sieht aus dem Fenster. Unsere Blicke treffen sich langsam. Ich schlucke, während er gemächlich auf mich zukommt und dicht vor mir stehen bleibt. Er neigt seinen Kopf nahe an mein Ohr, streift mit seinem Atem meine empfindliche Haut und flüstert kaum hörbar. „Ich hasse dich, aber ohne dich kann ich einfach nicht mehr.“
Ich spüre das Brennen in meinen Augen. Mir wird heiß im Gesicht. Während er sich am Fenstersims anlehnt, spüre ich seinen kalten Körper an meinem und ohne weitere Zeit zu verschwenden, umarme ich ihn, klammere mich fest und bette meinen Kopf auf seiner Schulter.
Das war eine verdammt lange Woche...“, murmele ich und schließe die Augen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen