Samstag, 27. September 2014

Fantasy Lesebuch 1 - Kurzgeschichten diverser Autoren (Rezension)



Infos zum Buch:

Band 1
Verlag: OHNEOHREN
Seiten: ca.66
Preis: 2,49 € (Ebook)
Preis: 5,49 € (Broschiert)

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Homepage von Fabian Dombrowski (FB)










Beschreibung:

Dieser Band beinhaltet fünf Kurzgeschichten und eignet sich hervorragend um sich zwischendurch unterhalten zu lassen oder auch um unterwegs zu lesen, da die Kapitel alle nicht allzu lang sind.

Die erste Kurzgeschichte Wolfswacht führt uns in das Römerreich. Im ersten Augenblick mag man verwirrt sein, aber es gibt durchaus Fantasyelemente. Allerdings hatte ich so meine Probleme, denn beim ersten Mal durchlesen habe ich nicht wirklich bei der Geschichte durchgeblickt.

So ging es mir auch bei der Kurzgeschichte Die Herrin von Canossa vom selben Autor, welche ich ebenfalls öfter lesen musste, um sie richtig zu verstehen. Auch hier tauchen wieder die Wolfswächter aus der ersten Geschichte auf, allerdings bleiben eben hier viele Fragen offen. Über die Wächter hätte ich gerne mehr erfahren. Auch bei den Geschichten hatte man eher das Gefühl als hätte man immer nur einen Ausschnitt einer längeren Geschichte zu lesen bekommen. An sich waren aber beide Stories durchaus unterhaltsam und originell gestaltet. Spielt die erste Handlung noch im alten Rom, wirkt die andere eher Mittelalterlich. Beide sind jedoch durch die Wolfswächter miteinander verbunden.

In der dritten Geschichte Finitium geht es um ein kleines Dorf, welches von einem Fluch durch ein Einhorn belegt worden ist und so machen sich einige Männer auf in den Wald um das Tier zu finden. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und auch die Sache rund um das Einhorn fand ich klug eingefädelt, denn normalerweise kennt man Einhörner ja als friedliche Wesen, in diesem Fall gestaltet es sich etwas anders. Auch das offene Ende fand ich sehr gelungen.

Laut und Dampf! lässt den Leser erst mal denken es geht um Steampunk. Das allerdings eher in Maßen und im Hintergrund. Es geht um zwei liebenswerte Dschinns, die versuchen die Aufmerksamkeit der Menschen zu erringen und welche an einen Vampir geraten. Viel Steampunk findet man hier allerdings leider nicht, trotzdem fand ich die Geschichte unterhaltsam und herrlich skurril, auch wenn der Vampir im ersten Moment deplaziert wirkt.

Die letzte Geschichte Kaffeehaus, Monokel, Apfelstrudel fand ich neben Finitium noch am besten. Eine junge Detektivin, ein dampfbetriebener Koffer und eine rasante Verfolgungsjagd mit jähem Ende, wissen zu überraschen und zu begeistern. Ich habe mich herrlich amüsiert und die beiden Szenen auf dem Friedhof haben mir besonders gut gefallen.

Meine Meinung:

Gut, mit fünf Kurzgeschichten ist das E-Book nicht sehr lang. Ich hätte gerne noch weitere Geschichten gelesen, aber was ich verschlingen durfte hat mir gefallen und mich prima unterhalten. Die Geschichten sind alle auf ihre Art und Weise ausgefallen und teilweise durchaus anspruchsvoll. Hier hat mich vor allem in erster Linie auch das Cover angesprochen, das einen geradezu verleitet sich dieses E-Book unter die Nägel zu reißen. Auch die Schreibstile der Autoren sind sehr flüssig und lassen sich angenehm lesen.

Fazit:

Wie erwähnt eignet sich das Ebook hervorragend zum Schmöckern, wenn man unterwegs ist. Die Kurzgeschichten sind kurzweilig und unterhaltsam und lassen einen beim Lesen zumindest für eine kurze Zeit in andere abtauchen und abschalten.

Bewertung:


Zu den Autoren:

Über die Autoren konnte ich nicht viel finden, dafür habe ich in paar Infos aus der Leserunde zusammen gesucht:

Finitium ist das Debut der Autorin Laura Dümpelfeld. An Fantasy liest sie gerne querbeet, probiert neuerdings aber auch gerne neue, unbekanntere Subgenre aus.

Laut und mit Dampf ist die zweite Veröffentlichung der Autorin An Brenach, dafür aber ihr Debut im Steampunkgenre. Normalerweise schreibt sie bevorzugt im Low Fantasy-Bereich. Fantasygeschichten liest sie gerne querbeet und ihr Lieblingsautor ist Terry Pratchett.

Fabian Dombrowski wurde am 6. Oktober 1989 in Berlin Mitte geboren, wo er seitdem lebt. Seine Eltern erzogen ihn zu einem Wissensdurst, der von einem beständigen Zufluss neuer, interessanter Bücher gestillt werden wollte. Das Schreiben kam dann ganz von selbst, wenn das gewonnene Wissen sich zu Geschichten neu kombinierte. Dieses und weitere kreative Hobbys finanziert er durch Jobs als Tellerwäscher, Prospekt-Austräger, Galerist, Caterer, Illustrator und Fotograf oder in der Bildbearbeitung eines Modevertriebs. Nach einem abgebrochenen Studium der Physik und Mathematik hat er nun seinen Platz als Student der Geschichtswissenschaften und lateinischen Alt-Philologie an der Humboldt-Universität zu Berlin gefunden - besucht aber auch gerne andere Veranstaltungen, besonders der Philosophie und Pädagogik. (Quelle: Verlagsseite)

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