Sonntag, 28. September 2014

Abflug oder Tod! von Jürgen Ehlers (Rezension)



Infos zum Buch:

Verlag: ---
Autor: Jürgen Ehlers
Seiten: ca. 245 Seiten (E-Book)
Preis: 0,99 € (E-Book)

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Beschreibung:

Mark Asmussen ist Journalist, reist nach Paraguay und wird plötzlich tiefer in eine merkwürdige Geschichte um ein mysteriöses Grab von Hitler, Waffengeschäfte und merkwürdige Fotos hineingezogen als ihm lieb ist, als er beginnt unangenehme Fragen zu stellen. Er lernt die junge Indianerin Takuá kennen, die sich als Sofia ausgibt und ihm auf seiner Reise helfen soll und ehe die beiden es sich versehen geraten sie in ein aufregendes Abenteuer, bei dem ihrer beider Leben auf dem Spiel steht. Schon bald stellt sich die Frage, wem Asmussen noch vertrauen kann und warum ihn plötzlich einige Leute so schnell wie möglich aus Paraguay rausschicken wollen.

Meine Meinung:

Die Geschichte ist nicht allzu lang und schnelle Leser werden wohl nicht sehr lange dafür brauchen. Die Handlung ist sehr spannend und der Autor hat sich einige durchaus knifflige Rätsel einfallen lassen. Am Anfang gibt es genug offene Fragen, die im Verlauf der Handlung beantwortet werden. Dabei legt sich Mark nicht nur mit der Regierung an, sondern auch einigen zwielichtigen Männern. Mark selbst war mir recht sympathisch. Er ist Journalist und stellt natürlich Fragen, die ihn in diesem Fall mehrmals in die Falle locken. Seine Recherchen fand ich unterhaltsam und spannend. Es wurde zu keiner Sekunde langweilig und der Autor hat die Story linear erzählt ohne abzuschweifen. Es gibt einige überraschende Wendungen und auch der Schluss ist meiner Meinung nach überraschend und gelungen.
Allerdings muss ich doch einen Stern abziehen. Die Liebesbeziehung zwischen Mark und Sofia hat mich ein wenig irritiert. Sie kam so schnell zustande, dass ich das Gefühl hatte, als hätten ein paar Kapitel gefehlt, ich habe sogar noch mal zurückgeblättert, ob ich was übersehen habe. Das hat mich ehrlich gesagt doch ein klein wenig überrumpelt, auch weil Sofia so plötzlich starke Gefühle für Mark hatte, den sie doch im Grunde genommen gar nicht kannte und nicht einmal wusste, ob sie ihm, einem Mann aus einem fremden Land, vertrauen kann. Mir kam das alles ein wenig zu schnell und hat mich leicht aus den Socken gehauen. Auch das Arrangement am Ende zwischen den beiden wirkte etwas skurril auf mich, aber okay, darüber konnte ich noch schmunzeln.
Ansonsten finde ich die Geschichte aber sehr gut und habe mich bestens unterhalten gefühlt beim Lesen. An einigen Stellen mochte ich gar nicht aufhören und würde gerne mehr Abenteuer von Mark Asmussen verschlingen.

Fazit:

Ein spannendes Abenteuer im fernen Paraguay mit tollen Figuren, bei denen man nie sicher sein kann, wem man vertrauen kann und wem nicht. Das Buch hat mich prima unterhalten und wird zu keiner Sekunde langweilig. Reinlesen lohnt sich! 

Bewertung:


Zum Autor:

Jürgen Ehlers wurde 1948 in Hamburg-Hohenfelde geboren. Im Jahre 1992 veröffentlichte er die erste Kriminalerzählung. Seither sind über 100 seiner Kriminalstories in Anthologien und Zeitschriften erschienen. Seine Story "Weltspartag in Hamminkeln" wurde mit dem Friedrich Glauser-Preis als bester deutschsprachiger Kurzkrimi ausgezeichnet. In letzter Zeit hat sich Jürgen Ehlers auf historische Kriminalromane spezialisiert. Sein neuestes Werk "Nur ein gewöhnlicher Mord" (2014) spielt in Deutschland und Polen 1939.
Jürgen Ehlers befasst sich darüber hinaus mit Fragen der Eiszeit- und Küstenforschung. Er hat zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze und mehrere Fachbücher zu diesen Themen geschrieben.
Jürgen Ehlers ist Mitglied im "Syndikat" und in der "Crime Writers' Association". Er lebt mit seiner Familie in einem kleinen Dorf unweit von Hamburg.

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