Sonntag, 27. April 2014

13 Tage von V.M.Giambanco (Rezension)



Infos zum Buch:

Band 1
Verlag: Droemer Knaur
Seiten: 576 (Broschiert)
          576 (E-Book)
auch als Audio CD & Hörbuch erhältlich
Preis: 14,99 € (Broschiert)
         12,99 € (E-Book)
         11,08 € (Audio CD)
         26,02 € (Hörbuch, ungekürzt)

Link zu Amazon
Homepage der Autorin (auf englisch)

Als E-Book gibt es auch kostenlos eine Kurzgeschichte zu Alice Madison, die ich demnächst rezensieren werde.


Beschreibung:

13 Tage. Diese Nachricht erhält der Anwalt Nathan Quinn, kurz bevor die Familie Sinclair in Seattle ermordet wird. Alice Madison und ihr Vorgesetzter Brown sind Ermittler in diesem Fall und schon bald wird klar, dass hinter diesem Mord eine tiefere Bedeutung steht. Zunächst deutet alles darauf hin, dass ein gewisser John Cameron hinter der Sache steckt, doch dieser ist auf seiner ganz persönlichen Rachetour und eines der Opfer vom Hoh River, drei Jungen die vor fünfundzwanzig Jahren entführt worden sind. Alice hat nur 13 Tage Zeit, den Fall aufzuklären und geht der Vergangenheit mit den Hoh River Jungen auf die Spur und gerät dabei tiefer in diesen Fall als ihr lieb ist, denn die Sinclairs bleiben nicht die einzigen Opfer und plötzlich gibt es einen zweiten Verdächtigen.

Meine Meinung:

Von der Handlung bin ich regelrecht begeistert, der Fall hat mir richtig gut gefallen und zum Ende hin mochte ich das Buch schon gar nicht mehr aus der Hand legen so spannend war es. Wirklich gut durchdacht, auch wenn einiges nicht ganz so einleuchtend erscheint wie beispielsweise die Konstruktion gegen Ende des Buches, aber doch, es hat mich mitfiebern lassen.
Das war soweit die positive Seite an diesem Wälzer. Ich hatte ab und an wirklich Schwierigkeiten das Buch zu lesen und ich kann mir gar nicht richtig erklären woran es liegen mochte. Lag es an dem Schreibstil oder der Übersetzung? Die überflüssigen Szenen, die alles zäh in die Länge gezogen haben? Teilweise ging es eben ganz gut mit dem Lesen, da hat es mir auch richtig Spaß gemacht, andererseits gab es eben auch Kapitel durch die ich mich regelrecht kämpfen musste. Das Buch hat es wirklich in sich mit beinahe 600 Seiten und ist keine leichte Kost. Vielleicht muss man das Buch auch direkt am Stück lesen? Ich weiß es nicht. Ich hatte leider größtenteils meine Schwierigkeiten damit, auch wenn mir die Handlung so sehr gut gefallen und mitgerissen hat. Mir hat es auch nicht gefallen, dass die Autorin zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin- und hergesprungen ist, wenn sogar beides ab und an in der gleichen Zeit aufgetaucht ist. Das hat mich anfangs arg irritiert und ich musste mich daran erst gewöhnen.
Der nächste Punkt, der mich etwas traurig gestimmt hat, war, dass Alice eher blass und unnahbar auf mich als Leser gewirkt hat, manchmal fast schon mechanisch. Sie wirkte auf mich etwas kühl und merkwürdig wie sie sich in einigen Situationen verhalten hat. Ich konnte sie irgendwie nicht verstehen und sie hat mich leider nicht an sich heran gelassen.
Die anderen Charaktere fand ich hingegen besser umgesetzt. Vor allem Cameron, obwohl er Dreck am Stecken hatte, war für mich ein sehr faszinierender Charakter, vor allem durch seine Handlungen und auch Nathan war mir irgendwie auch sympathisch. Die weiteren Nebencharaktere konnte man nach einiger Zeit des Lesens auch einigermaßen gut auseinander halten.
Was auch etwas genervt hat, waren Szenen die relativ überflüssig waren und die nicht unbedingt zum Verständnis oder zur Handlung an sich beigetragen haben, wie beispielsweise Nathans Verhör, bei dem im Prinzip nichts herauskam.Auch am Anfang gab es eine Szene, die an sich mit der Handlung rein gar nichts zu tun hatte, aber sehr gut als Einstieg für die Story war und die ich auch recht spannend fand. Was mich ebenfalls irritiert hat war, dass Cameron entweder mit Jack oder John angesprochen wurde, daraus wurde ich auch nicht ganz schlau.
Das Cover sollte ebenfalls nicht unerwähnt bleiben, denn es passt wirklich hervorragend zur Handlung und auch wie diese 13 eben in der Story untergebracht und in verschiedenen Szenen eingesetzt wurde, fand ich sehr gelungen.

Fazit:

Für ein Debüt ist der Fall mitreißend, spannend und sehr gelungen. Krimileser sollten auf jeden Fall mal einen Blick rein werfen. Die Umsetzung ist leider nicht so gelungen und die Ermittlerin Alice wirkt auch nicht sehr sympathisch. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, sollte einfach mal rein lesen und sich seine eigene Meinung bilden. Alleine wegen dem Fall würde ich diesen Roman trotzdem weiterempfehlen.

Bewertung:

                                                  

Zur Autorin:


 Valentina Giambanco wurde in Italien geboren, lebt jedoch seit langem in London, wo sie in der Filmbranche arbeitet. In Seattle, dem Schauplatz ihres Romans, ist ein großer Teil ihrer Familie zu Hause. "13 Tage" ist ihr erster Thriller, dem bald weitere folgen werden – rund um Alice Madison und ihre schillernden Sidekicks.

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